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Meerbusch: Trendsport Padel kommt ab März nach Büderich

Meerbusch : Trendsport Padel kommt ab März nach Büderich

 Jan Güntner und Rens Bouwmans werden auf zwei Außenplätzen im Teremeer Padel anbieten. Die Mischung aus Squash und Tennis ist einfach zu lernen.

Padel erfreut sich in vielen Teilen Südamerikas und Südeuropas großer Beliebtheit. In Spanien ist die Mischung aus Squash und Tennis mit mehr als vier Millionen aktiven Spielern und rund 15.000 Plätzen sogar die zweitbeliebteste Sportart nach Fußball. Hierzulande ist Padel hingegen noch nicht allen ein Begriff. Laut dem Deutschen Padelverband (DPV) gibt es derzeit nur knapp 30 Standorte in Deutschland. Bald kommt ein weiterer in Meerbusch hinzu. Ab März 2021 bietet Teremeer in Büderich auf zwei neuen Außenplätzen mit Flutlicht den Trendsport an. „Da Padel weltweit auf dem Vormarsch ist, ist jetzt der optimale Zeitpunkt, diesen Sport auch hier bei uns anzubieten“, sagt Teremeer-Inhaber Marc Raffel.

„Padel ist gesellig und macht großen Spaß. Wir sind uns sicher, dass auch in Deutschland der Zuwachs an aktiven Spielern zeitnah enorm zunehmen wird“, ergänzt Jan Güntner. Der 41-Jährige wird die beiden Plätze zusammen mit Rens Bouwmans betreiben. Beide spielen gemeinsam beim TC Bovert Tennis – und dort entstand auch die Idee, das Projekt gemeinsam zu stemmen. „Wir beide spielen leidenschaftlich gerne Tennis und werden das auch weiterhin tun. Padel erlaubt uns aber, diese Leidenschaft auf andere Weise noch intensiver auszuleben. Dadurch, dass wir mit viel mehr Freunden auf gleichem Niveau spielen können, ist der Sport für uns die ideale Ergänzung“, sagt Bouwmans.

Beim Padel wird traditionell kein Einzel gespielt, es stehen im Doppel immer vier Leute gleichzeitig auf dem 20 mal 10 Meter großen Spielfeld. Der Court ist an den Grund- und Außenlinien durch einen Käfig begrenzt. Weil die bis zu vier Meter hohen Wände in das Spiel mit eingebunden werden können, entsteht aufgrund des fehlenden Aus eine Dynamik im 360-Grad-Modus. Die Ballwechsel sind dadurch wesentlich länger als beim Tennis. Auch ohne große Vorkenntnisse kommt so direkt Spielfreude auf. „Selbst wenn vier Anfänger auf dem Platz stehen, gibt es nach 30 Minuten schon Ballwechsel“, unterstreicht Güntner. Beim Padel komme es weniger auf die Kraft an, viel wichtiger seien Ballgefühl und Taktik.

Ein Ballwechsel ist dann beendet, wenn das Spielgerät, das einen etwas niedrigeren Luftdruck als ein Tennisball hat, zweimal den Boden berührt, oder wenn es ohne Bodenberührung gegen die Glasscheibe fliegt. Zum Spielen wird ein spezieller Padelschläger benötigt, der ein bisschen wie ein großer Tischtennisschläger mit Löchern aussieht. „Die Rackets haben einen sehr kurzen Griff und ermöglichen dadurch präzise Spielzüge und ein gutes Gefühl für den Ball“, sagt Bouwmans.

Bis die Meerbuscher den neuen Trendsport vor ihrer Haustür ausüben können, werden noch ein paar Monate vergehen. Derzeit werden die beiden Außenplätze gebaut – wie es üblich ist, auf Kunstrasen mit Flutlicht, sodass künftig zwischen März und November eine lange Spielzeit garantiert ist. Die Preise für die Courts bewegen sich je nach Tageszeit zwischen 20 und 30 Euro pro Stunde. Equipment und Trainerstunden können vor Ort bei der Tennisschule Rens Bouwmans gebucht werden. Ein Showcourt mit Tribüne wird die Möglichkeit bieten, Turniere für alle Leistungsklassen zu veranstalten.