Talent aus Meerbusch Tom Suckow singt bei „The Voice Kids“

Lank · Der 14-jährige Schüler aus Lank ist am Freitagabend auf Sat 1 zu sehen. Mit Gitarre und Gesang bewirbt er sich bei der prominenten Jury, um im Team von Popstar Wincent Weiss gecoacht zu werden.

 Tom Suckow hat bei der Zeugnisausgabe der Abiturienten im Städtischen Meerbusch Gymnasium gespielt, jetzt ist er bei The Voice Kids zu hören.

Tom Suckow hat bei der Zeugnisausgabe der Abiturienten im Städtischen Meerbusch Gymnasium gespielt, jetzt ist er bei The Voice Kids zu hören.

Foto: SAT.1

Er hat definitiv alles, was ein Popstar braucht: Er ist groß und schlank, er hat ein bezauberndes Lächeln, trägt viel Silberschmuck, ist nach der neusten Mode gekleidet und – er kann singen und Gitarre spielen. Der 14 Jahre alte Tom Suckow aus Lank, Schüler des Städtischen Meerbusch Gymnasiums in Strümp, nimmt an der elften Staffel der Sendung „The Voice Kids 2023“ teil, deren erste Folge am 10. März, auf Pro7/Sat 1 ausgestrahlt wurde. In der Folge am heutigen Freitagabend, 31. März, ist Tom um 20.15 Uhr dabei.

Beim Gespräch mit unserer Redaktion durfte Tom noch nicht allzu viel verraten. Denn die Aufzeichnungen der Sendung liegen schon ein paar Monate zurück und Teilnehmer und Eltern haben sich dem Sender gegenüber zur Geheimhaltung verpflichtet. Doch heute, kurz vor Ausstrahlung dürfen der sympathische junge Mann und seine Mutter Kim schon einiges ausplaudern. „Nachdem ich von allen Seiten so viel positives Feedback auf mein Gitarrenspiel und meinen Gesang bekommen hatte und eine Freundin mir begeistert von ihrer Teilnahme bei The Voice Kids berichtete, habe ich mich im vergangenen Jahr beworben“, sagt Tom. Auf der Seite von Pro7/Sat1 musste er Anschreiben, Lebenslauf und ein Musikvideo von sich hochladen. Schnell wurde er vom Sender nach Köln zu den ersten Scoutings eingeladen. Neben vielen anderen Kindern musste er im ersten Proberaum vor einer Jury vorsingen. Er bestand und wurde zu den zweiten Juroren geschickt. Dort warteten auch schon Tontechniker und Kameraleute auf ihn und er musste drei Songs präsentieren. Puh – zweite Hürde geschafft. In der dritten Runde bestand er erfolgreich ein Interview. Die Talentscouts attestierten ihm eine samtweiche Stimme, ein einfühlsames Spiel und versorgten ihn zugleich mit dem Sunnyboy-Image. Die Blind Auditions in Berlin sollten folgen.

Mutter Kim war die ganze Zeit an seiner Seite und hat beobachtet, wie cool er das alles gemeistert hat. „Wir Eltern haben uns reiflich überlegt, ob wir Tom das ganze Spektakel überhaupt zumuten können, und wollen“, erinnert sie sich. Denn in jeder Runde kann das eigene Kind als nicht gut genug bezeichnet werden und rausfliegen. Doch nach den ersten Erfahrungen sagt sie: „Das ist ein anständiges Format“. Ständig seien auch Kinderpsychologen anwesend, die die Kinder betreuen. Aber Tom gehe so in seiner Musik auf, fühle sich auf der Bühne und im Rampenlicht so wohl, dass sie ihm die Chance nicht verwehren wollten. Schon als kleiner Junge habe er Gitarrenstunden an der Musikschule erhalten. Sein Lehrer erkannte früh sein Talent und förderte ihn. „Seine beiden älteren Schwestern haben Klavierunterricht erhalten, waren aber nie von der Musik außerhalb der Stunden beseelt“, erinnert sich die 49-Jährige. Tom habe immer seine Gitarre in der Hand – mittlerweile ist es eine Martin Gitarre – er übe, spiele, texte und komponiere. Der Auftritt bei der Hochzeit der Tante mit Gitarre und Gesang brachte ihn dazu, Gesangsunterricht zu nehmen. Auftritte in der Schule beim Charitykonzert (mit „Imagine“ von John Lennon) oder bei der Zeugnisausgabe der Abiturienten (“Love yourself“ von Justin Biber) folgten. Und der enorme Zuspruch war ihm bei allen Events sicher.

Bevor Tom zum TV eingeladen wurde, musste er Bescheinigungen vom Jugendamt, vom Hausarzt und von der Schule einreichen, die ihn als „tauglich“ bezeichneten. Tom ist ein guter Schüler und kann einige Tage die Klasse 9 mit der Showbühne tauschen. So auch bei der Aufzeichnung der Show im August in Berlin. Elf Tage lang waren Tom und Kim Suckow in der Hauptstadt – zu Proben, Vocal Coaching und Aufzeichnungen. 27.000 Kinder haben sich für die 11. Staffel beworben. 80 sind in die Blind Auditions gekommen und Tom war dabei. Er traf bei seinem Auftritt auf die Juroren Wincent Weiss, Michi Beck und Smudo von Fanta 4, Alvaro Soler und Lena Meyer-Landrut. Schon vor dem Auftritt war ihm klar, wen er als Coach nehmen würde, wenn für ihn gebuzzert würde. „Wincent Weiss gefällt mir“, sagt der Junge aus Lank. Der 30 Jahr alte Star käme seinem Gesang sehr nahe und außerdem käme er sympathisch rüber. Ob Tom ins Team Wincent Weiss kommt, ob ein Juror im roten Sessel gebuzzert hat und wie es für den begeisterten Karatesportler weitergeht, sehen die Zuschauer heute um 20.15 Uhr auf Sat.1.

"The Voice" 2023: Das machen die Gewinner heute
19 Bilder

Alle Gewinner von „The Voice“ – und was aus ihnen wurde

19 Bilder
Foto: dpa/Jörg Carstensen

Noch covert Tom Songs unter anderem von Ed Sheeran oder Alicia Keys. Er hat aber auch schon ein eigenes Stück geschrieben. Hörproben gibt es auf tom.suckow bei Tik Tok und Instagram. Anfragen für Auftritte nimmt der „Mädchenschwarm“ aus Lank unter tom.suckow@icloud.com entgegen.

Jetzt hilft nur noch Mitfiebern, Daumendrücken und hoffen, dass sich Wincent Weiss für Tom umdreht!