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Meerbusch: Tennisspielerin Reinhilde Adams trainiert Tennis in ihrem Garten

Sport : Tennistraining im heimischen Garten

Da Tennisspielen auf Grund der Einschränkungen wegen des Coronavirus nach wie vor nicht erlaubt ist, hat sich Topspielerin Reinhilde Adams eine Alternative für die heimische Terrasse zugelegt.

(cba) Im Frühjahr des vergangenen Jahres hatte Reinhilde Adams eine der erfolgreichsten Phasen ihrer Tenniskarriere. Fünf internationale Turniere gewann die Lank-Latumerin  von April bis Juni 2019 in der Altersklasse der Über-65-Jährigen. Gerne hätte sie diese Titel nun verteidigt, doch die Corona-Pandemie macht ihr einen Strich durch die Rechnung. „Zumindest sind die Punkte für das Ranking seit Mitte März eingefroren, so dass ich nicht auch noch Plätze einbüße“, erklärt Adams, die in der Weltrangliste derzeit auf Rang drei geführt wird. Ein wirklicher Trost sei das aber nicht. Gerade bei dem aktuell schönen Wetter falle es ihr enorm schwer, auf ihr liebstes Hobby zu verzichten. Sie vermisse den Wettkampf auf dem Platz – und natürlich auch das Training.

Um wenigstens etwas Abhilfe zu schaffen, hat sie sich für die heimische Terrasse eine Ballwand zugelegt. Drei- bis viermal in der Woche nutzt sie den „Hitpartner“ aktuell. „Für die momentane Zeit ist die Ballwand optimal. Natürlich ersetzt sie kein Match oder Training, aber man bleibt immerhin im Schlag“, sagt die 68-Jährige. Wann es für sie wieder auf den Tennisplatz gehe, könne sie nicht sagen. „Ich hoffe, dass unser Sport zu den ersten gehört, der wieder erlaubt wird. Schließlich wahrt man beim Tennis ja mehr als genug Abstand zu seinem Gegner“, sagt Adams.

Bis zum 13. Juli hat die International Tennis Federation (ITF) derzeit alle Turniere abgesagt. Doch Adams ist skeptisch, dass in diesem Jahr überhaupt noch internationale Wettkämpfe stattfinden werden. Im Herbst steigt auf Mallorca die Tennis-WM für Senioren. Das wäre ihr sportlicher Höhepunkt gewesen. „Mal schauen, ob daraus etwas wird“ sagt Adams. Zumindest auf nationaler Ebene könnte es aber bald wieder losgehen. Die Medenspiele im Tennisverband Niederrhein (TVN) sind ab Mitte Juni terminiert.

Erstmals nach vielen Jahren schlägt Adams im Sommer für einen neuen Klub auf. Bis zum vergangenen Jahr war sie noch für die Damen 50 des TC Rheinstadion in der Regionalliga aktiv, ab sofort tritt sie ebenfalls in der Regionalliga für die Damen 60 von ETuF Essen an. „Mit 68 Jahren kann man doch mal eine Altersklasse nach oben gehen“, sagt Adams augenzwinkernd. Dass sie als Seniorin zur Risikogruppe gehört, was die Ansteckung mit Covid-19 angeht, ist ihr durchaus bewusst. „Ich habe früher im medizinischen Bereich gearbeitet und daher weiß ich um die Gefahr. Deshalb trage ich bereits seit vier Wochen immer einen Mundschutz, wenn ich das Haus verlasse.“