Stadtradeln 2024 Meerbusch tritt zum zwölften Mal gemeinsam in die Pedale

Meerbusch · Erneut nimmt Meerbusch an dem deutschlandweiten Radfahrwettbewerb „Stadtradeln“ teil. In drei Wochen sollen so viele Kilometer wie möglich mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.

An der Radnacht 2023 radelten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Rundtour durch Meerbusch.

An der Radnacht 2023 radelten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Rundtour durch Meerbusch.

Foto: Döring, Olaf (od)

Jetzt geht es auch in Meerbusch wieder los: Das „Stadtradeln“, der bundesweite Radfahr-Wettbewerb startet am Freitag, 31. Mai. Bis zum 20. Juni sollen angemeldete Meerbuscher ihre zurückgelegten Fahrradkilometer eintragen und damit sowohl ihr jeweiliges Team als auch die ganze Stadt nach vorne bringen. Teilnehmen dürfen alle Einwohner und Einwohnerinnen der Stadt, aber auch Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer, die in Meerbusch arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen. Jede und jeder kann dabei selbst ein Stadtradeln-Team gründen oder einem bereits bestehenden beitreten. Ziel des Wettbewerbs ist es, viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen. Nebenbei winken auch noch ein paar Preise.

Bürgermeister Christian Bommers (CDU), selbst begeisterter Radfahrer, hofft auf ein gutes Meerbuscher Ergebnis. „Es wäre toll, wenn wir wieder gemeinsam ein eindrucksvolles Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radfahren in Meerbusch setzen könnten." Deshalb sind auch die Mitglieder des Stadtrates und seiner Ausschüsse aufgerufen, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Ein Höhepunkt des diesjährigen Stadtradelns wird die beliebte „Meerbuscher Rad-Nacht“ am Freitag, 7. Juni, sein. Dann startet um 17.30 Uhr eine 25 Kilometer lange Rundtour mit dem Startschuss des Bürgermeisters am Schützenplatz, Dr.-Hans-Lampenscherf-Platz, in Osterath. Die Tour endet in Strümp an St. Franziskus, wo auf die Teilnehmer und Interessierten eine bunte Abschlussveranstaltung wartet, die vom Bürgerverein „Kleene Strömper“ organisiert wird.

Zeitgleich zum „Stadtradeln“ findet auch das „Schulradeln“ statt. Dies richtet sich gezielt an Kinder und Jugendliche an Grund- und weiterführenden Schulen. Denn gesucht wird die „fahrradaktivste Schule“. „Die Schülerinnen und Schüler sammeln ihre gefahrenen Radkilometer individuell oder als Klassenverband für ihr Schul-Team", erklärt Dana Frey, Leiterin der Stabsstelle Klima und Umweltschutz im Rathaus. „Mitmachen können auch Lehrkräfte und Eltern. Jeder gefahrene Kilometer zählt, egal ob Schulweg oder Freizeit.“ Dadurch könne gleich dreimal gepunktet werden: Für die Schule, für Meerbusch und den Rhein-Kreis Neuss.

Anmelden und registrieren können sich Interessierte unter stadtradeln.de/meerbusch. Eine Anmeldung ist auch nach Beginn des Aktionszeitraums noch möglich. Gerade selbst gegründete Teams, die gemeinsam Kilometer sammeln und in die Wertung geben, sind beliebt. So kann schon im Kleinen viel bewegt werden: Konkrete Zahlen sprechen dafür: „Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen werden auf kurzen Strecken im Ort verursacht", so Dana Frey. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den deutschen Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermeiden.

Derzeit haben sich bereits rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer registriert. Im Vorjahr waren es 806 Radfahrende, die gemeinsam 142.844 Kilometer gefahren sind. Pro Kopf wurden also durchschnittlich 177 Kilometer geradelt und damit 23 Tonnen CO2 eingespart, die sonst bei Autofahrten entstanden wären.

(june)
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