Kritik an Gehwegwiederherstellung Stadt beantwortet häufige Fragen zum Glasfaserausbau

Meerbusch · Nicht immer würden die Gehwege im Zuge des Glasfaserausbaus ordnungsgemäss fertiggestellt, bemängeln Anwohner. Die Stadt hat nun Antworten zusammengestellt.

 Zum Verlegen der Kabel müssen Gehwege aufgerissen werden.

Zum Verlegen der Kabel müssen Gehwege aufgerissen werden.

Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Rund 30.000 Meerbuscher Haushalte sollen bis Ende 2025 über eine optimale Breitbandversorgung verfügen. Hierzu bedarf es vor allem in den kleineren Ortschaften eines großflächigen Ausbaus des Glasfasernetzes, welcher derzeit von den beiden Telekommunikationsanbietern Deutsche Telekom und Deutsche Glasfaser vorangetrieben wird. Den Tiefbau zur Verlegung der Kabel übernehmen jedoch in der Regel Subunternehmen – häufig zum Ärger der Anwohner, die sich über den Zustand oder die teils mangelhafte Wiederherstellung von Gehwegen ärgern, nachdem die Kabelverlegung dort abgeschlossen wurde.

Auch bei der Verwaltung würden vermehrt Hinweise von Anwohnern hierzu eingehen, wie die Stadt mitteilt. Viele würden sich etwa fragen, wie und wann die Stadt überprüfe, dass die Gehwege nach der Kabelverlegung auch fachgerecht wiederhergestellt seien. Da sich die Art und Ursache der Kritik oft ähneln würden, hat die Stadt nun die häufigsten Fragen zusammengestellt und auf der städtischen Homepage www.meerbusch.de beantwortet.

So würden alle Straßenbauarbeiten, die durch Dritte im öffentlichen Verkehrsbereich ausgeführt werden, nach Abschluss vom Fachbereich Straßen und Kanäle kontrolliert und erst dann wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das gelte auch für die Glasfaserbaustellen. Auch die Unternehmen selbst würden die Arbeiten kontrollieren. Erst nach beiden Abnahmen würde der entsprechende Bereich freigegeben oder gegebenenfalls nachgebessert werden. „Leider kommt es immer wieder vor, dass die von der Deutschen Glasfaser oder der Telekom beauftragten Subunternehmen die Baustellenabsicherung vorschnell entfernen. Dadurch wird fälschlicherweise der Eindruck erweckt, dass die Arbeiten abgeschlossen und abgenommen sind“, erklärt die Stadt zur Beantwortung der Frage, warum manche Arbeiten zunächst noch unfertig erscheinen würden.

Dass Gehwege auch ein zweites Mal aufgerissen werden müssten, liege nicht daran, dass gleich zwei konkurrierende Unternehmen den Glasfaserausbau in Meerbusch betreiben. Dieser Eindruck entstehe, wenn die Stadt die Gehwegsarbeiten der Subunternehmen bemängele, sodass diese ein zweites Mal tätig werden. Zurzeit sind die Unternehmen in unterschiedlichen Stadtteilen mit dem Glasfaserausbau beschäftigt, welche die Stadt mit Empfehlungen zu koordinieren versucht. Ein paralleler Doppelausbau würde frühestens 2025 in Bösinghoven geschehen.

Darüber hinaus können Anlieger Schäden und Mängel auch direkt beim Kabelanbieter melden. Die deutsche Glasfaser hat hier eigens eine Hotline errichtet, die unter der 02861 89060940 erreichbar ist.

(ctri)
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