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Meerbusch soll neues Bürgerhaus bekommen

Finanzen : Politik bewilligt Planungskosten für Bürgerhaus in Osterath

Die Planungen für ein Bürgerhaus in Osterath sollen im kommenden Jahr beginnen. Im Haupt- und Finanzausschuss haben die Politiker mit den Stimmen von CDU und SPD entschieden, für 2020 die Summe von 100.000 Euro für Planungskosten zur Verfügung zu stellen.

Derzeit erarbeitet eine Planungsgruppe mit interessierten Vereinen ein Konzept für ein Bürgerhaus in Osterath. Das Konzept soll im Februar den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses vorgestellt werden. „Falls es tragfähig ist, soll in diesem Jahr geplant werden können. Wir haben keine Zeit zu verlieren“, erklärte Werner Damblon (CDU).

Auf Kritik stieß die Entscheidung bei den übrigen Parteien, die dafür plädierten, erst einmal das Konzept abzuwarten und die Planungskosten erst für 2021 bereit zu stellen. Jürgen Peters von den Grünen verwies darauf, dass es auch in den anderen Stadtteilen Interesse an der Einrichtung eines Bürgerhauses gebe. „Büderich hat einen vergleichbaren Bedarf“, erklärte Peters. Eine Beschränkung nur auf Osterath sei daher nicht sachgerecht. Er verwies außerdem darauf, dass bereits vor einigen Jahren die Kosten für den Bau eines Bürgerhauses auf eine Summe zwischen acht und neun Millionen Euro geschätzt wurden. Es sei fraglich, ob man sich dies finanziell leisten könne, so Peters. Nicole Niederdellmann-Siemes (SPD) gab zu, dass weiterer Bedarf in anderen Stadtteilen unstrittig sei. Wenn das Verfahren gut funktioniere, ließe sich das Osterather Konzept als Blaupause auf andere Stadtteile übertragen, so ihr Vorschlag.

Überlegungen für ein Bürgerhaus in Osterath gibt es schon seit Jahren. Dafür hatten sich vor allem die Bürgerinitiative Pro Osterath und der Heimat- und Schützenbund Osterath stark gemacht. Neuen Auftrieb hat die Idee bekommen, nachdem Anfang des Jahres das Juca geschlossen wurde, das für vielfältige Zwecke der Bürger genutzt wurde. Unter der Regie der Firma Startklar haben nun Vereine aus Osterath ein Konzept für ein Bürgerzentrum erarbeitet, das bei der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Februar vorgestellt werden soll. Wo sich der Standort für ein solches Haus befinden könnte, ist allerdings noch offen.

„Wir haben bereits eine Satzung für einen Verein der Vereine entworfen“, sagt Wolfgang Schneider, Vorsitzender von Pro Osterath. 13 bis 14 Vereine hätten am Konzept mitgewirkt. Es sieht vor, dass auch das Bürgerbüro, die Stadtteilbücherei und die VHS dort Platz finden. Außerdem denkbar seien in den Räumen ein Bistro und ein Veranstaltungssaal, der für Vorträge, Chorproben, Konzerte, Feiern und Schützenveranstaltungen genutzt werden kann.