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Meerbusch: Polizei bietet Codierung von Fahrrädern an

Polizei in Meerbusch : Polizei bietet Codierung von Fahrrädern an

Am Montag können Radbesitzer auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz und in Lank das kostenlose Angebot nutzen. Die Registrierung bei der Polizei wirkt auf Diebe abschreckend.

(stz) Ein gutes Fahrrad ist für Diebe eine lohnende Beute. Bis Ende September wurden in diesem Jahr bereits 120 Diebstähle in Meerbusch angezeigt, wie eine Sprecherin der Polizei des Rhein-Kreis Neuss erklärt. Die Polizei rät deshalb Fahrradbesitzern dringend dazu, es den Dieben so schwer wie möglich zu machen. Der Bezirksdienst der Polizei bietet am Montag, 18. Oktober, in Meerbusch an zwei Orten eine kostenlose Codierung an: von 14 bis 15.30 Uhr in der Fußgängerzone (Alter Schulhof) in Lank und von 16.30 bis 18 Uhr auf dem Dr. Franz-Schütz-Platz in Büderich. Mitzubringen sind der Eigentumsnachweis und ein Personalausweis / Reisepass, bei Minderjährigen eine Einverständniserklärung des Sorgeberechtigten.

Die Codierung ist eine individuelle Kennzeichnung, die es erlaubt, ein gestohlenes oder aufgefundenes Rad schnell zuzuordnen. Diese kann von den Polizisten vor Ort überprüft und auf diese Weise der rechtmäßige Eigentümer ermittelt werden. Zudem soll die Codierung mögliche Diebe abschrecken, denn die Wahrscheinlichkeit, anhand der individuellen Kennzeichnung überführt zu werden, ist groß. So wird auch der Weiterverkauf durch den Dieb erschwert, da kein Hehler gerne mit gekennzeichneten Fahrrädern handelt. Denn versucht man die schwer löslichen Aufkleber zu entfernen, fällt dies auf.

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Die Polizei empfiehlt außerdem, die Rahmennummer zu notieren und den Kaufvertrag des Fahrrads aufzubewahren. „Dann können wir bei einem Diebstahl nach dem Fahrrad fahnden“, erklärt die Polizei-Sprecherin. Eine Garantie ist dies aber nicht. Erst neulich hatten Streifenbeamten bei einer Kontrolle in Büderich verdächtige Fahrraddiebe mit Werkzeug nachts aufgespürt. Die Rahmennummern der Räder, die die Männer mit sich führten, waren bereits manipuliert und unkenntlich gemacht worden.

Wer sein Rad vor Dieben schützen möchte, so die Polizei, sollte deshalb beim Fahrradschloss in geprüfte Qualität und hochwertiges Material investieren. „Ein bisschen mehr anzulegen kann sich auszahlen, wenn sich ein potentieller Dieb im Einzelfall durch den befürchteten Mehraufwand abschrecken lässt, oder das Schloss einem tatsächlichen Aufbruchsversuch standhält.“ Eine Orientierungshilfe über geprüfte Fahrradschlösser erhält man unter anderem beim Verband der Schadensversicherer (VdS) unter www.vds.de/2rad, der Stiftung Warentest oder beim Kriminalkommissariat „Kriminalprävention und Opferschutz“ der Polizei.

(stz)