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Meerbusch: Parteien diskutieren über Bahnübergang und Feuerwache

Meerbusch : Parteien diskutieren über Bahnübergang und Feuerwache

Über den Standort für eine neue Hauptwache hat der Rat bereits entschieden. Ob es dabei bleibt, wird die Sitzung des Sonderausschusses für die Zukunft der Feuerwehr zeigen. Sie könnte spannend werden.

(stz) Am heutigen Donnerstag berät der Sonderausschuss für die Zukunft der Feuerwehr über die Festlegung eines Standorts für eine neue Hauptwache (17 Uhr, Aula der Realschule, Görresstraße 6). Damit verbunden ist der Kauf des Grundstücks auf dem Gelände der „Alten Ziegelei“ an der Moerser Straße. Die Teilnehmer beraten dann eine Informationsvorlage von Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. Sie war einem Hinweis der FDP gefolgt und hatte die Auswirkung einer geplanten Taktverdichtung der Stadtbahnen von 20 auf zehn und morgens sogar fünf Minuten überprüfen lassen. Daraufhin hatten sowohl Rheinbahn als auch die Feuerwehr signalisiert, ohne bauliche Maßnahmen sei diese Taktverdichtung weder für den Individualverkehr noch für die Einsatzwagen darstellbar. Grund dafür sind die dann häufiger geschlossenen Schranken am Knotenpunkt Haus Meer.

Das Thema hat bereits für kontroverse Reaktionen gesorgt. Die UWG/Freie Wähler stellen einen Antrag, den Knotenpunkt „Haus Meer“ durch bauliche Maßnahmen so zu entzerren, dass der Individualverkehr wieder fließen kann und die Standortentscheidung für die neue Feuerwache Bestand hat. Die FDP verweist wie die Grünen darauf, dass die Pläne von Straßen NRW, vor dem Denkmal Haus Meer eine Brücke zu bauen, vom Rat 2007 abgelehnt wurden.

Zuvor hatten die Grünen Bedenken gegen die Festlegung auf den neuen Standort der Feuerwache angemeldet. Eine Unterführung benötige enorme Umbauten, so dass erst in etwa 15 Jahren mit solch einem Bau zu rechnen sei. Die Taktverdichtung sei nötig und sollte nicht aufgeschoben werden. Ein Gutachter solle daher mit der Suche nach geeigneteren Standorten beauftragt werden, so die Grünen, die damit einem alten Vorschlag der FDP folgten.

Nach Informationen unserer Redaktion werden bei externen Gutachten aufwändige Computerprogramme eingesetzt, bei denen Geografen das künftige Verkehrsgeschehen berechnen. Ohne diese Software ließen sich nur Berechnungen mit Daten der Vergangenheit anstellen. Außerdem würden  Risikofaktoren verschiedener Orte in die Berechnung miteinbezogen.