„Unser Dorf hat Zukunft“ Meerbuscher Stadtteil tritt im Dorf-Wettbewerb an

Meerbusch · Beim Wettstreit stehen die Entwicklung der Ortschaften und das Engagement der Bürger im Mittelpunkt. Wer für Meerbusch ins Rennen geht, welche Kommunen aus dem Rhein-Kreis Neuss antreten und was es zu gewinnen gibt.

 Ossum-Bösinghoven – hier im Bild Bösinghoven aus der Luft – tritt gegen zwölf Ortschaften aus dem Rhein-Kreis Neuss an.

Ossum-Bösinghoven – hier im Bild Bösinghoven aus der Luft – tritt gegen zwölf Ortschaften aus dem Rhein-Kreis Neuss an.

Foto: Christoph Reichwein (crei)/Reichwein, Christoph (crei)

Ossum-Bösinghoven tritt im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gegen zwölf Teilnehmer aus sieben Kommunen des Rhein-Kreises Neuss an. Über den Kreisentscheid kann sich Ossum-Bösinghoven für die Landes- und später auch Bundesebene des Wettbewerbs qualifizieren. „Ziel ist es, die Dorfgemeinschaften zu ermuntern, ihre Chancen zu erkennen und die Zukunft ihrer Heimat in die eigenen Hände zu nehmen“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Er lobt den Gestaltungswillen und das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger und unterstreicht „die große Bedeutung der Dörfer für Erholung, Freizeit und Lebensqualität im ländlichen Raum“. Seit dieser Woche ist die sechsköpfige Bewertungskommission – bestellt vom Kreisausschuss – unterwegs in der Region.

Am Kreiswettbewerb nehmen neben Ossum-Bösinghoven für Meerbusch noch folgende Kommunen teil: Rommerskirchen (mit Vanikum und Eckum), Jüchen (Wallrath), Grevenbroich (Mühlrath, Münchrath, Hülchrath, Neurath und Frimmersdorf), Dormagen (Straberg), Neuss (Elvekum) und Korschenbroich (Scherfhausen). „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde vom Land Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben. Der Kreiswettbewerb ist die Vorentscheidung für den Landeswettbewerb 2025, an dem die Kreissieger teilnehmen. 2026 folgt der Bundeswettbewerb, bei dem auch die „Golddörfer“ aus NRW mitmachen.

„Im Mittelpunkt steht die Motivation der Menschen, selbst in ihren Dörfern aktiv zu werden. Es geht um die Unterstützung der Vereine, ihr Dorf mit seinen sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten zu entwickeln, und um die Förderung der Eigenverantwortung für die Gestaltung des Lebensumfelds“, so Jan-Hendrik Elter vom Amt für Entwicklungs- und Landschaftsplanung, Bauen und Wohnen des Rhein-Kreises Neuss, der auch in der Jury sitzt. Ziel sei es, die individuellen dörflichen Strukturen auf Grundlage ihrer historischen und landschaftlichen Rahmenbedingungen zu erhalten und auszubauen sowie die Belange von Natur und Umwelt bewusst zu machen und zu fördern.

Bei der Bewertung liegt der Schwerpunkt auf dem bürgerschaftlichen Engagement und der ganzheitlichen Dorfentwicklung. Die individuelle Ausgangssituation und die Qualität der Entwicklung sollen ausdrücklich berücksichtigt werden. Es wird ein Kreissieger gekürt. Außerdem werden erste, zweite und dritte Preise vergeben, die mit gestaffelten Preisgeldern verbunden sind. Zudem gibt es Sonderpreise für einzelne Projekte oder Vereine. Die Kreissieger werden am kommenden Montag, 17. Juni, verkündet.

(RP)