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Meerbusch: Mehr Wohnungen, weniger Reihenhäuser auf dem Areal Böhler II

Wohnen in Meerbusch : Mehr Wohnungen, weniger Häuser

Die Immobiliengesellschaft BPD hat ihre Pläne für das Projekt neben dem Areal Böhler angepasst. Sie reagiert damit auf die Vergrößerung der Grundschule. Das Ergebnis gefällt einigen sogar besser als vorher.

Das geplante Stadtquartier angrenzend an das Areal Böhler gilt als zukunftsweisend: Mit der Mischung von Leben und Arbeiten, aber auch mit nachhaltigen Ideen zur Mobilität und zum Klimaschutz gilt „Böhler Leben“ der Immobiliengesellschaft BPD als Vorzeigeprojekt. Bereits im November 2020 wurde der Siegerentwurf von Florian Krieger aus Darmstadt vorgestellt. Sein Entwurf sah vor, dass auf einer Fläche von 13 Hektar eine Mischung von Gewerbe und 400 Wohnungen entsteht, dazu eine Grundschule, eine Kita und eine Turnhalle. Allerdings wurde schnell klar, dass dieser Plan an eine neue Lage angepasst werden muss. Die Grundschule auf dem Areal sollte statt drei Züge nun vier Züge pro Jahrgang aufnehmen, entsprechend größer musste das Gebäude konzipiert werden.

Das erforderte auch für den Immobilienentwickler BPD ein Umplanen, um die entfallene Fläche zu kompensieren. Im Planungsausschuss stellte Gerald Darkow, Gebietsentwickler der BPD, nun die überarbeitete Planung für das Quartier „Böhler Leben“ vor. Er erinnerte daran, dass 2020 am Böhlerweg 120 Wohneinheiten als Reihenhäuser vorgesehen waren und 280 Wohneinheiten als Geschosswohnungsbau. Durch die Umplanung wurde für die Grundschule statt 5500 Quadratmeter nun 10.000 Quadratmeter Fläche benötigt. Das hat Folgen: Für BPD entstand ein Verlust von knapp 14.000 Quadratmeter Wohnfläche und gut 10.000 Quadratmeter Gewerbefläche.

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Als Konsequenz hat BPD einige Einfamilienhäuser in Geschosswohnungsbau umgewandelt. „Wir haben auf diese Weise auf weniger Fläche mehr Wohneinheiten geschaffen“, erklärte Darkow. So stieg die Zahl der Wohneinheiten auf dem Gelände von vorher 400 auf nun 450. Auf dem Plan für das Gelände ändert sich sichtbar kaum etwas. Die Struktur mit Wohnhöfen, in denen alle Wohnformen integriert werden, bleibt erhalten. Dadurch ergebe sich eine soziale Mischung und es entstehe ein lebendiger, natürlich gewachsener Eindruck, so Darkow. 

Für dieses Resultat gab es kräftigen Applaus von den Mitgliedern des Planungsausschusses. „Ich finde es bemerkenswert, dass trotz der Änderungen das Konzept nicht verändert wurde und am Grundgedanken nicht gerüttelt wurde“, erklärte Dieter Schmoll von der UWG. Nicole Niederdellmann-Siemes von der SPD pflichtete ihm bei und ergänzte: „Es freut uns, dass der Schwerpunkt weiter zum Wohnungsbau verlegt wurde. Das entspricht auch den Empfehlungen der Wohnanalyse des Rhein-Kreis-Neuss, die gezeigt hatte, dass hier Bedarf entsteht. Das ist städteplanerisch ein Gewinn.“

Schließlich versicherte Darkow: „Wir wollen eine CO2-freie Siedlung machen und werden das auch sicher hinkriegen.“ Das Thema Schwammstadt sei ebenfalls ein Ziel: Mit einem Anger in einem offenen Bereich mit intensiver Begrünung gebe es dafür eine gute Grundlage.

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