Meerbusch-Lank: Heimatkreis ehrt Franz-Josef Radmacher

Ehrung beim Heimatkreis Lank : „Franz-Josef Radmacher würde Fontane schwärmen lassen“

Der 79-Jährige wurde mit der Jacobsleiter, das ist eine Ehrung des Heimatkreises Lank, ausgezeichnet. 33 Jahre lang war Radmacher dort als Vorsitzender aktiv.

Endlich sei mal der Chef an der Reihe, sagte Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage bei der Verleihung der 33. Jacobsleiter an Franz-Josef Radmacher. Mit einem Lächeln sei er in die zweite Reihe zurückgetreten. Der diesjährige Preisträger war einer der Gründungsväter des Heimatkreises Lank und hatte sein Amt nach 33 Jahren als Vorsitzender abgegeben. Dass ihm das nicht leicht gefallen sei, sagte er in seiner kurzen Dankesrede: „Abschied nehmen tut immer weh.“

Ein wenig werden ihn aber die lobenden Worte seines Nachfolgers Franz Jürgens über diese Erfahrung hinwegtrösten können, zumal er einige Aktivitäten fortführen will. „Die offenkundige Heimat- und Brauchtumsliebe von Franz-Josef Radmacher würde Theodor Fontane noch heute schwärmen lassen“, sagte Jürgens, nachdem er die Worte des bekannten deutschen Dichters zitiert hatte: „Der ist in tiefster Seele treu, wer die Heimat liebt wie du.“ Er stellte besonders vier Projekte heraus, die er mit seinem Vorgänger verbindet: die Restaurierung der Teloy-Mühle, die Partnerschaft mit Loose Creek, die Studienreisen in den deutschen und europäischen Osten sowie die Freilegung der Grundrisse der alten Kirchen bei St. Stephanus.

Darüber hinaus sei der 79-Jährige in einer Vielzahl von Vereinen und in der Politik engagiert gewesen. „Ein täglicher Marathon von Amt zu Amt“, wie das die Bürgermeisterin charakterisierte. Die adventlich geschmückte Teloy-Mühle, an deren Renovierung Radmacher als gelernter Zimmermann selbst mitgearbeitet hatte, war ein schöner Rahmen für die Verleihung der Auszeichnung. Wolfgang Beeck spielte auf seinem Saxophon adventliche Melodien und wurde von Wilfried Daniels auf dem Klavier begleitet. Jürgen Fallack animierte die anwesenden Gäste zum Mitsingen von Weihnachtsliedern op platt wie „Err Pänze, err Blaare“, auf deutsch: Ihr Kinderlein kommet. Außerdem trat die Sopranistin Tina Enkelmann mit Arien und populären Liedern auf. So vorbereitet erwarteten die Gäste den Nikolaus (Johannes Werner), der erneut mit spitzer Zunge einige Meerbuscher Themen aufspießte: etwa das „Klappergestell“ A44-Brücke, den Meerbuscher Saubertag oder die Kapelle in Nierst.