1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbusch: Kunstgalerie zeigt Malerei von Heinrich Siepmann

Kunst in Meerbusch : Kunstgalerie zeigt Malerei von Heinrich Siepmann

Der Künstler (1904-2002) zählt zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Nachkriegsavantgarde. Die Arbeiten dokumentieren den Neustart.

Kurator Bernd R. Meyer weiß genau, welche Kriterien Künstlerinnen und Künstler erfüllen müssen, um ihre Arbeiten in der Kunstgalerie Meerbusch zu zeigen: „Ihr Werk muss unverwechselbar sein. Die Auswahl geschieht dann letztendlich in Absprache mit dem Galeristen Klaus Pampel.“ Wichtig ist den beiden Kunstkennern aber auch der Werdegang der Kunstschaffenden.

Dieser ist bei Heinrich Siepmann (1904-2002), dessen Malerei plus Skulpturen jetzt in der Galerie gezeigt werden, aussagekräftig und mit einem klaren Profil. In Mülheim geboren besuchte er die Folkwangschule Essen und war Mitbegründer der Künstlergruppe „junger westen“. Dieser Zusammenschluss hatte das Ziel, den in der Zeit des Nationalsozialismus verlorenen Anschluss an die Kunst der Moderne wieder herzustellen.

Für sein Werk erhielt Heinrich Siepmann einige Auszeichnungen, war zwischen 1953 und 1996 in 35 großen Ausstellungen des Deutschen Künstlerbundes e.V. im In- und Ausland sowie in bedeutenden Museen – beispielsweise dem Folkwangmuseum – und öffentlichen Sammlungen vertreten.

  • Die Mitglieder des Meerbuscher Kunstkreises haben
    Kultur in Meerbusch : Kunstkreis stellt in Teloy-Mühle aus
  • Ulrike Kistner und Barbara Zibuhr im
    Eröffnung in Kamp-Lintfort : Künstlerinnen geben Einblick ins Atelier
  • Im Jugendfreizeitzentrum in St. Tönis drehte
    Kinder-Kunst-Werkstatt in Tönisvorst : Kinder entdecken mit Katzen die Malerei

„Der Künstler zählt zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Nachkriegsavantgarde“, ergänzt der Kurator. Vor allem seine Malerei ist beispielhaft dafür, wie sich Künstler nach dem Kriegsende bemühten, ihre Kunst auf Neuanfang zu stellen. Heinrich Siepmann, dessen Frühwerk aus rein realistisch-figurativen Stillleben und Landschaftsbildern besteht und der sich bis in die 1950er Jahre mit der informellen Malerei beschäftigte, näherte sich der konkreten Kunst. „Er bediente in seinen Bildern immer mehr die Konturen der Konkreten Kunst mit klaren geometrischen Formen und Strukturen. Wir zeigen einen Querschnitt der Arbeiten, die nach dem Weltkrieg entstanden sind“, ergänzt Bernd R. Meyer.

Er und Klaus Pampel wissen, wie wichtig für die Meerbuscher Bürgerinnen und Bürger eine Präsentation dieser Kunst-Epoche direkt vor ihrer Haustür ist: „Hier können sich auch Sammler alles in Ruhe ansehen.“ Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit Wettmann Internationale Auktionen Mülheim, entstanden ist, wird am Sonntag, 15 bis 18 Uhr, eröffnet. Es gilt die 2G-Regel.

Öffnungszeiten: Die Ausstellung läuft bis zum 13. März. Donnerstag und Freitag, 16 bis 18.30 Uhr, Samstag von 11 bis 14 Uhr und nach Absprache, Tel.0172-2325415. Kunstgalerie Meerbusch, Mühlenstraße 1.