Areal am Haus Meer Darum kritisieren Bürger die Pläne für Hochhäuser

Meerbusch · Das CDU-Bürgergespräch beschäftigte sich am Sonntag mit den neuen Plänen für das Areal Haus Meer. Besonders die baulichen Dimensionen des Projektes wurden heftig kritisiert. Ob es wirklich kommt, bleibt vorerst offen.

Werner Damblon beim gut besuchten Bürgergespräch der CDU zum geplanten Projekt auf dem Gelände von Haus Meer.

Werner Damblon beim gut besuchten Bürgergespräch der CDU zum geplanten Projekt auf dem Gelände von Haus Meer.

Foto: Georg Salzburg (salz)

Mit seinen neuen Plänen für das historische Areal von Haus Meer hat Besitzer Peter Soliman Politiker und Bürgerschaft überrascht. Nach der Vorstellung der Pläne der Augustinum-Gruppe für eine Seniorenresidenz vergangene Woche im Planungs- und Kulturausschuss hatte die CDU Büderich am Sonntag zu einem Bürgergespräch eingeladen, das gut besucht war. „Jeder sollte sich dazu eine Meinung bilden“, sagte CDU-Chef Werner Damblon. Nicht nur in der Bürgerschaft, sondern auch in den politischen Gremien gilt eine Bebauung von Haus Meer als heißes Eisen – und das über die Parteigrenzen hinweg. „Eine Ratsentscheidung zu diesem Thema wird sicher geheim und ohne Fraktionszwang vonstattengehen“, prognostizierte er. „Mit Blick auf das Ergebnis wage ich allerdings keine Prognose.“ Damblon hatte zunächst die Pläne vorgestellt. Sie umfassen vier Gebäudeteile im nördlichen Bereich. Drei Gebäude sind mit neun Geschossen geplant und sollen 250 Apartments umfassen. Das vierte Gebäude ist der Entreebereich mit Verwaltung, Veranstaltungsraum und Schwimmbad, die auch öffentlich genutzt werden sollen. Um die Bodendenkmäler nicht zu tangieren, ist keine Tiefgarage geplant. Parkraum für die Bewohner soll gegenüber beim Park & Ride-Platz geschaffen werden. Die Anlieferung soll über die Straße Isseldyck erfolgen, was aber noch nicht endgültig geklärt sei. Die Remise könnte restauriert und für die Pflege genutzt werden. Der Eiskeller und die unterirdischen Reste des Schlosskellers würden instandgesetzt, der Grundriss des Klosters dargestellt werden. Um die Gebäude zu errichten, ist allerdings ein größerer Eingriff in das Gartendenkmal notwendig, das einst von dem bekannten Gartenarchitekten Joseph Clemens Weyhe geschaffen wurde. Ob diese Pläne eine Aussicht auf Realisierung haben, werde sich im Verfahren zu einem Aufstellungsbeschluss zeigen, informierte Dambon. Er schätzt, dass dieses drei Jahre in Anspruch nehmen werde, nachdem der politische Beschluss zur Einleitung des Verfahrens gefasst worden sei. Doch ob es überhaupt dazu kommen wird, ist zweifelhaft.