Meerbusch: Kostenloses Schoko-Ticket Thema im Hauptausschuss

Verkehr in Meerbusch : Kostenloses Schoko-Ticket Thema im Hauptausschuss

Ein kostenloses „Schoko-Ticket“ für alle Schüler wird es in Meerbusch im nächsten Jahr nicht geben. Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion wurde im Schulausschuss vorerst nicht angenommen. Das Schoko-Ticket der Rheinbahn berechtigt Schüler, im gesamten VRR-Gebiet mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.

„Wir möchten, dass Schüler öfter auf den öffentlichen Nahverkehr zurückgreifen und sehen, dass sie im Stadtgebiet zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit dem ÖPNV überall hin kommen“, begründet Michael Billen (SPD) den Antrag. Die SPD forderte, für das kostenlose Ticket knapp 1,6 Millionen Euro zusätzlich für den Haushalt 2020 einzuplanen, um das Schoko-Ticket zu finanzieren. „Kinder sollen den ÖPNV als Selbstverständlichkeit begreifen“, so die SPD-Fraktion. Die Grünen befürworteten das Projekt.

Ralph Jörgens (FDP) gab an, der Grundidee folgen zu können. „Aber das ist sehr viel Geld.“ Jörgens schlug vor, über ein Meerbusch-Ticket zu diskutieren, mit dem sich die Schüler kostenlos mit dem öffentlichen Nahverkehr in Meerbusch bewegen könnten. Dazu müsse man ein entsprechendes Konzept erarbeiten. Den Antrag der SPD lehnt die FDP ab. „Wir können das nicht pauschal befürworten.“ Die CDU-Fraktion lehnt den Antrag der SPD ebenfalls ab. Auch Daniela Glasmacher (UWG/Freie Wähler) sieht das kostenlose Schokoticket kritisch. „Wir haben so viel Geld für Radwege ausgegeben“, sagt sie. Sie will, dass die Meerbuscher Kinder mehr Fahrrad fahren. „Wir wollen die sportliche Aktivität fördern.“ Sie wies aber auch darauf hin, dass man „unbedingt“ etwas bei den Ticketpreisen machen müsse. Frank Maatz, Erster Beigeordneter, wies darauf hin, dass man auch den Rechtsanspruch der Kinder auf ein Schoko-Ticket beachten müsse. Die Entscheidung wurde schließlich vertagt und soll nun im Hauptausschuss besprochen werden. Die SPD will ihren Antrag bis dahin nachbessern.

(des)