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Meerbusch: Jugendliche attackieren Polizisten nach Unfall

Polizeieinsatz in Meerbusch : Jugendliche attackieren Polizisten nach Unfall

Bei einem Polizeieinsatz nach einem Unfall leisteten eine 18-jährige alkoholisierte Fahrerin und ihre beiden Mitfahrer Widerstand gegen die Polizisten. Ihnen drohen nun mehrere Ermittlungsverfahren.

Nach einem Unfall mit einem Gartenzaun flüchtete in der Nacht zu Samstag eine 18-jährige, alkoholisierte Meerbuscherin mit ihrem Auto. Dank aufmerksamer Zeugen konnte sie jedoch von der Polizei gestellt werden, woraufhin sie und ihre Beifahrer die Beamten körperlich attackierten.

Um kurz nach Mitternacht hatten Passanten beobachtet, wie das Fahrzeug an der Straße Zur Rheinfähre in Langst-Kierst erst gegen einen Zaun geprallt und dann davon gefahren war. Dank des abgelesenen Kennzeichens konnten Polizisten den betreffenden Wagen schließlich kurze Zeit später auf der Kierster Straße anhalten. Die erst 18-jährige Fahrerin hatte trotz Probezeit offenbar Alkohol getrunken, was schließlich auch ein Atemalkoholtest bestätigte.

Zwei Beifahrer, junge Männer im Alter von 16 und 18 Jahren, reagierten dabei sehr aggressiv und attackierten schließlich die Einsatzkräfte. Selbst mit angelegten Handschellen widersetzten sie sich den Maßnahmen und traten nach den eingesetzten Beamten. Auch die Fahrerin verhielt sich uneinsichtig und versuchte zudem, die Ordnungshüter von ihren Bekannten wegzuziehen und diese zu befreien.

Erst mit Unterstützung weiterer Beamter gelang es schließlich, die drei Personen zur Polizeiwache zu transportieren. Die 18-Jährige spuckte dabei einer Beamtin ins Gesicht. Vier der am Einsatz beteiligte Polizisten wurden leicht verletzt, konnten aber trotzdem ihren Dienst weiter fortsetzen.

Die drei jungen Leute erwarten nun Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs, Beleidigung, Widerstand sowie tätigem Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Bei einem der männlichen Insassen stellten die Polizisten zudem Rückstände von Drogen sicher, sodass in diesem Fall auch wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt wird.

(dans)