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Meerbusch in der Corona-Krise

Corona-Krise : Polizei hat Schutzmasken und Einmalhandschuhe

Meerbuscher Bürgermeisterin appelliert an die Bürger, sich an die Regeln zu halten. Verschärfungen werden jetzt unter Hochdruck vor Ort umgesetzt.

(ena) Wasser, Strom und die Sicherheit der Meerbuscher Bürger – das wollen die Verantwortlichen auch in der Corona-Krise garantieren.

Polizei Die Sicherheit der Menschen soll auch bei möglicherweise hohen eigenen Ausfällen gewährleistet sein. „Wir haben uns umfangreich vorbereitet und bestehende Vorplanungen konsequent umgesetzt“, sagt eine Sprecherin. Heißt: Besprechungen werden auf ein notwendiges Maß reduziert, Fortbildungen finden nicht statt. Die Gebäude sind mit Desinfektionsmittelspendern ausgestattet. „Wir verfügen im Bedarfsfall über Schutzausstattungen für Beschäftigte“, so die Sprecherin. „Die Bestände sind noch einmal geprüft und ergänzt worden.“ Dazu gehören Schutz- und Atemmasken, Einmalhandschuhe und sogenannte Infektionsschutzsets. Zusätzlich halten sich die Mitarbeiter strikt an Hygieneregeln.

Feuerwehr Die Leitung der Feuerwehr Meerbusch beobachtet die Lage genau und steht mit den zuständigen Stellen in der Verwaltung der Stadt Meerbusch und dem Rhein-Kreis Neuss im engen Kontakt. Bereits vor zwei Wochen wurden der Übungsdienst eingestellt und alle Veranstaltungen abgesagt. Erforderliche Wartungs- und Prüfaufgaben an den Fahrzeugen und Geräten werden von Einzelpersonen oder Teams von maximal drei Personen erledigt. Im Einsatzdienst gelten besondere Hygienevorgaben. Die persönliche Schutzausrüstung wird lageabhängig erweitert. Alle Maßnahmen haben das Ziel, einen quarantänebedingten Ausfall einer gesamten Einheit oder von Teilen einer Einheit zu verhindern. Die Feuerwehr Meerbusch ist aktuell voll einsatzbereit.

Stadtwerke Um die Meerbuscher weiter mit Strom, Gas- und Trinkwasser zu versorgen, haben die Stadtwerke Meerbusch seit dem 12. März Bereitschaftsteams aus besonders erfahrenen Mitarbeitern zusammengestellt und vom Tagesgeschäft freigestellt. Die Teams agieren von zuhause, um eine Ansteckungsgefahr zu minimieren. Im Störungsfall startet der Bereitschaftsdienst vom Wohnort aus und kehrt auch dahin wieder zurück. Die Kundencenter sind seit 14. März bis auf weiteres geschlossen. Servicevorgänge sollen telefonisch oder online abgewickelt werden (Rufnummer 02159 9137333 oder E-Mail an kundenservice@stm-stw.de). Kundenberater nehmen keine Vor-Ort-Termine wahr, Zähler werden nicht ausgetauscht. Dienstfahrten, Schulungen und Seminare werden verschoben. Unvermeidliche Meetings mit höchstens fünf Personen sind zeitlich beschränkt.

Behörden Zunächst befristet bis 19. April sind alle Dienststellen der Stadtverwaltung für den Publikumsverkehr geschlossen. VHS-Kurse, Musikschulunterricht und der Baby-Besuchsdienst sind eingestellt. Der Besuch im Bürgerbüro oder bei der Bauaufsicht ist nur nach Terminvergabe möglich (Telefon 02132 916166). Die Stadtverwaltung hat für ihre Mitarbeiter flexiblere Gleitzeitregelungen eingeführt. Kollegen mit kritischen Vorerkrankungen arbeiten von zu Hause aus. Wer aus dem Urlaub in problematischen Ländern zurückkehrt, soll zwei Wochen zu Hause bleiben.

Am Dienstag hat Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage an die Meerbuscher appelliert, sich an die verordneten Regeln zu halten. „Die Verzichtbereitschaft jedes Einzelnen von uns ist entscheidend für Erfolg oder Misserfolg aller Bemühungen im Kampf gegen Corona.“ Offenbar sei das noch nicht in aller Konsequenz in den Köpfen vieler angekommen. Jetzt sei es erstes Gebot, solidarisch, besonnen und verantwortungsvoll zu handeln sowie auf die Alten, Kranken und Schwachen Rücksicht zu nehmen. Seit Dienstag gilt zudem, dass bei Beerdigungen auf den Meerbuscher Friedhöfen nur noch zehn Trauergäste (einschließlich Pfarrer oder Trauerredner) am Grab anwesend sein dürfen. Bei Trauungen im Standesamt gilt dieselbe Teilnehmerzahl einschließlich dem Standesbeamten, dem Brautpaar und den Trauzeugen. Geschlossen werden nun auch die Meerbuscher Spielplätze. Beim Kreisgesundheitsamt wird wegen der großen Zahl der Testwünsche nur noch unter dringendsten medizinischen Verdachtsfällen getestet. „Erste Aufgabe im Rathaus ist es derzeit, die behördlich verordneten Einschränkungen und Verbote umzusetzen“, sagt Mielke-Westerlage.