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Meerbusch hilft will dritte Tafel im Herbst eröffnen

Gemeinnütziger Verein „Meerbusch hilft“ : Meerbusch hilft setzt weiter auf Freiwillige

Die Corona-Krise hat auch dem Verein Meerbusch hilft zugesetzt. Nach der Mitgliederversammlung blickt Vorsitzender Dirk Thorand aber positiv auf die zweite Jahreshälfte. Die Zusammenarbeit mit Bundesfreiwilligen (Bufdis) war ein Erfolg und wird fortgesetzt.

In der Corona-Krise ist alles ein bisschen anders, so auch beim gemeinnützigen Verein „Meerbusch hilft“. Laut eigener Satzung muss jährlich bis zum 30. Juni eine Mitgliederversammlung abgehalten werden, das war aufgrund der Corona-Maßnahmen lange Zeit nicht möglich. „Nach den Lockerungen mussten wir also schnell handeln und haben ad hoc, drei Wochen vor der Versammlung, unsere Mitglieder eingeladen“, berichtet der Vereinsvorsitzende Dirk Thorand.

Für maximal 52 Mitglieder wäre die Versammlung – unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln – im Pfarrhaus möglich gewesen. „Am Ende waren es 48 angemeldete Mitglieder. Das war unter den Voraussetzungen schon super. So hat dann auch alles reibungslos funktioniert“, ergänzt Thorand, der in seinem Amt bestätigt und auf zwei weitere Jahre gewählt wurde. Einstimmig wurden auch Schatzmeisterin Christina Pavia und die beiden Kassenprüfer Lothar Pinn und Volker Berg erneut gewählt. Die anderen Vorstandsmitglieder standen nicht zur Wahl.

Die Corona-Krise hat die Jahres-Planungen von „Meerbusch hilft“ gehörig durcheinander gebracht. Das liegt vor allem an den vielen, ausgefallenen Veranstaltungen und den zeitweise geschlossenen Tafeln. „Unser Verein funktioniert durch die Begegnung von Menschen. Und das war ja leider zuletzt nicht so wirklich möglich“, sagt Dirk Thorand. Immerhin konnten die Tafelausgaben in Osterath und Büderich wieder langsam hochgefahren werden. Allerdings weiterhin mit einem zuvor festgelegten Zeitfenster, Sicherheitsscheiben und einer kleineren Auswahl an Lebensmitteln. „Es ist nach den Lockerungen alles noch ein wenig provisorisch. Wir hoffen, ab September wieder Normalität in den Tafelausgaben zu haben“, so der Vereinsvorsitzende weiter.

Dann hofft der Verein auch auf die Eröffnung der dritten Ausgabestelle in Lank. Die war eigentlich schon für Mai geplant, musste corona-bedingt aber verschoben werden. „Eine Eröffnung unter den Bedingungen hätten wir nicht geschafft. Zum einen war es in dem Zeitraum schwieriger, an Lebensmittel zu kommen. Zum anderen hätten wir die neuen, freiwilligen Helfer auch gar nicht richtig einarbeiten können.“ Für die Helfer hofft Thorand ganz besonders, dass es bald wieder mit der gewohnten Arbeit weitergehen kann. Zehn bis 20 Menschen seien normalerweise bei einer Lebensmittelausgabe im Einsatz. „Aktuell sind jeweils nur sechs aktiv. Wir haben so viele Helfer, die schon mit den Hufen scharren, weil sie endlich wieder loslegen wollen.“

Auch deshalb blickt er fast schon ein wenig euphorisch in Richtung Herbst – in Richtung „Normalität“. „Mitte September wollen wir zum Beispiel den nächsten Tafel-Trödel ausrichten. Die erste Auflage im vergangenen November kam schon super an.“ Beim Tafel-Trödel bietet „Meerbusch hilft“ wichtige Haushaltsuntensilien wie Geschirr, Töpfe oder Besteck für einen kleinen Geldbetrag an. „So konnten wir unser Lager ein wenig reduzieren und vielen Bedürftigen helfen“, erklärt Thorand.

Erfreut war der Vorsitzende über den ersten Bundesfreiwilligen, dessen Vertrag nun ausläuft. „Das war eine Art Probelauf und lief so gut, dass wir den Vertrag von zwölf auf 18 Monate verlängern konnten. Nun suchen wir für den Herbst gleich zwei neue Bufdis, die bei den Lebensmittelausgaben, den Abholfahrten und bei den Tafelkooperationen eingesetzt werden.“ Auch für die Logistik sucht der gemeinnützige Verein noch ehrenamtliche Helfer.