Meerbusch heißt Fahrradfahrer willkommen

Niederrheinischer Radwandertag : Radwanderer verlieben sich in Meerbusch

Es war ein Kommen und Gehen auf dem Markt in Lank-Latum. Hunderte von Radwanderer machten den ganzen Sonntag über beim 28. Niederrheinischen Radwandertag Station in Meerbusch.

Hein Tilborghs und July Oort aus Roermond waren geradezu entzückt und gerieten regelrecht ins Schwärmen. „Das ist ja wie in Holland hier, wir fühlen uns direkt wie zu Hause.“ Das Paar war mit dem Auto in Roermond losgefahren, hatte den Wagen in Willich abgestellt und war dann auf Fahrräder umgestiegen und losgeradelt. Erste Station: Lank-Latum in Meerbusch. Dort kamen die beiden sehr entspannt am frühen Vormittag an und genossen erst einmal die nette Atmosphäre mit den vielen Lokalen, die sich allesamt auf die Besucher des gestrigen Radwandertages gefreut hatten.

Eine große Gruppe von Meerbuschern war schon vor dem offiziellen Startschuss los geradelt, andere Radler kamen aus den anderen beteiligten Orten im Kreis nach Lank-Latum und holten sich ihre Stempel ab. Denn den wollten alle haben: Schließlich gab es sowohl in Meerbusch als auch später noch im Kreis einiges zu gewinnen. „Zwei Stempel muss man aber vorweisen“, so Alexandra Schellhorn vom Meerbuscher Stadtmarketing.

Hein Tilborghs und July Oort  waren begeistert von Lank-Latum. Foto: RP/Stadt Meerbusch

Viele Besucher waren zum ersten Mal in Meerbusch und waren erstaunt über die Ausstrahlung des Ortes, aber auch über das große gastronomische Angebot. „Das hat bestimmt Eindruck hinterlassen, so dass viele der Radler bestimmt später noch mal wiederkommen“, vermutet Stadt-Sprecher Michael Gorgs.

Gut gelaunt zog „BrassBuffet“ über den Marktplatz. Foto: RP/Anke Kronemeyer

Meerbusch selbst hat ja mit seiner Radnacht, an der in diesem Jahr mehr als 600 Fahrradfahrer teilgenommen hatten, eine besondere Rad-Aktion, beteiligt sich aber auch traditionell am Niedrrheinischen Radwandertag. Von Meerbusch aus wurden drei Routen entwickelt: eine 46,9 Kilometer lang, die nächste 53,8 Kilometer, die dritte 94,8 Kilometer. Und weil viele der Teilnehmer mit einem E-Bike unterwegs waren, schafften die meisten auch die längeren Touren reibungslos.

Wer dann vor einem der Lank-Latumer Lokale Platz genommen hatte, kam am Nachmittag noch in den Genuss der unterhaltsamen Musik der Band „BrassBuffet“, die heiter und gut gelaunt durch die Straßen zog.

Parallel zum Radwandertag hatten rund 30 Künstler in ihre Ateliers eingeladen, einige lagen sogar an einer eigens entwickelten Kunst-Fahrradroute. Gabriele Kraft aus Lank-Latum war zufrieden. „Es kamen mehr Besucher als ich eigentlich erwartet hatte.“

Mehr von RP ONLINE