Meerbusch hat jetzt einen Mühlstein

Teloy-Mühle in Lank-Latum : Mühlstein als Geschenk an die Stadt

Kultur- und Heimatkreis haben einen Mühlstein angekauft und der Stadt geschenkt.

(ak/RP) Bei der Kunstausstellung „Teloy-Ponder“ im vergangenen Frühjahr in der Lanker Teloy-Mühle hatte der „Mühlstein“ von Torsten Krebber viele Besucher spontan angesprochen. Jetzt gehört er der Stadt Meerbusch, nachdem Meerbuscher Kulturkreis (MKK) und Heimatkreises Lank das Kunstwerk angekauft und der Stadt übergeben haben.

Am Samstag unterzeichneten MKK-Vorsitzender Lothar Beseler, die Geschäftsführerin des Heimatkreises, Silke Felkl, und Kulturdezernent Frank Maatz die Schenkungsurkunde und vollzogen damit die offizielle Übergabe des rund eine Tonne schweren Beton-Kolosses an die Stadt. Der Stein steht nun unmittelbar vor der Mühle.

„Nachdem der Mühlstein soviel positive Resonanz gefunden hatte, haben wir uns spontan für einen Ankauf entschieden und gemeinsam mit dem Heimatkreis die Finanzierung sichergestellt“, so Lothar Beseler. Gereon Krebber, Bildhauer mit Professur an der Kunstakademie Düsseldorf, zeigte sich angetan und „regelrecht gerührt“ vom Engagement der Meerbuscher. „Es ist toll, wenn es auf bürgerliche Initiative hin gelingt, Kunst für den öffentlichen Raum in die Stadt zu holen.“ Krebber versteht den Mühlstein, der bewusst leicht „auf der Kippe“ steht, „nicht als architektonisches Statement, sondern als organischen Körper“, der spontan Blicke auf sich zieht. Einen lebensnahen praktischen Nutzen hat die Arbeit ebenfalls. Wartende Ausstellungsbesucher der Teloy-Mühle nutzen den Mühlstein gern als Sitzplatz, Kinder zum Klettern.

Diese Übergabe war aber nur ein Grund, am Wochenende zur Teloy-Mühle zu gehen. Denn dort wurden zwei Tage lang rund 50 Kunstwerke gezeigt, die 27 Künstler als ihre Bewerbung für den Kunstpfad rund um den Latumer See eingereicht hatten. Die Ausstellung fand eine gute Resonanz, viele Meerbuscher sahen sich die Fotos an.

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