Meerbusch: Drogenhändler von SEK festgenommen

Polizeieinsatz in Büderich : Drogenhändler von SEK in Meerbusch festgenommen

Im Meerbuscher Ortsteil Büderich sind am Freitagabend bei einem SEK-Einsatz der Kopf eines international agierenden Drogenrings und einer seiner Kuriere festgenommen worden. Über den Einsatz hatte es in den sozialen Medien viele Spekulationen gegeben.

Der Polizei in NRW ist ein Schlag gegen einen internationalen Drogenring gelungen. Wie die Polizei Köln, die Zollfahndung Essen und die Staatsanwaltschaft Köln mitteilten, wurden am Freitagabend in Meerbusch der 27-jährige Anführer der Drogenbande und einer seiner Kuriere (29) festgenommen. Bei Durchsuchungen während des Zugriffs fanden die Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) zudem 20 Kilogramm Marihuana. Bei der Festnahme wurde niemand verletzt.

Dem 27-jährigen Kopf des Drogenrings und seinen Komplizen war die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe von Zoll und Polizei demnach schon seit einem knappen halben Jahr auf der Spur. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, wiederholt große Mengen Rauschgift in den Niederlanden erworben und nach Deutschland geschmuggelt zu haben, um sie im Großraum Köln zu verkaufen.

Im Anschluss durchsuchten Ermittler der „Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Köln“ insgesamt zwölf Wohnungen im Kreis Neuss und im Kölner Stadtgebiet. Dabei beschlagnahmten sie weitere fünf Kilogramm Marihuana, ein Kilogramm Amphetamine und 250 Gramm Kokain. Zudem stellten sie mehr als 32.000 Euro Bargeld, einen hochwertigen Wagen der Marke Mercedes Benz, mehrere Mobiltelefone und umfangreiches Beweismaterial sicher.

Besonders brisant war den Ermittlern zufolge der Fund einer scharfen Pistole. Diese beschlagnahmten die Beamten mitsamt der zugehörigen Munition ebenfalls.

Unmittelbar vor der Festnahme in Meerbusch am Freitagabend war der 27-Jährige offenbar mit seinem Komplizen in den Niederlanden gewesen. Die Ermittlungen dauern an.

Bis zum Samstagmittag waren die Hintergründe des SEK-Einsatzes zunächst unklar gewesen. Bei Facebook waren mehrere Fotos des Einsatzes geteilt worden, die Autos mit zerborstenen Scheiben zeigten. Nutzer hatten darüber spekuliert, ob diese durch Schüsse oder durch Einschlagen zu Bruch gegangen sein könnten. Die Polizei Köln wollte sich auf Nachfrage dazu „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht äußern.

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