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Meerbusch: Doch noch eine Chance für die Stadtranderholung

Kinderferienangebot in Meerbusch : Doch noch eine Chance für die Stadtranderholung?

Die Verwaltung prüft, ob kurzfristig eine abgespeckte Version des Kinderferienangebotes machbar ist. Die Stadtranderholung wurde Mitte April wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Bald soll auch das Meerbad in Büderich wieder öffnen.

Immer mehr Lockerungen spüren auch die Bürger in Meerbusch – und sie nehmen die Angebote zahlreich an: So kamen, seitdem die Bürgerbüros und die Verwaltung seit dem 4. Mai wieder geöffnet sind, in der ersten Woche 324 Besucher. Besonders viele suchten den Sozialbereich auf. In der zweiten Woche zählte die Verwaltung 435 Besucher. „Nun sind wir im Austausch und arbeiten intensiv an der Wiedereröffnung des Meerbads“, kündigte Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage an. „Es wird nicht übermorgen sein, aber bald.“

In diesem Zusammenhang erkundigte sich im vergangenen Hauptausschuss Nicole-Niederdellmann-Siemes, Chefin der Meerbuscher SPD-Fraktion, ob die Stadt nicht doch noch „wenigstens eine abgespeckte Version“ der Stadtranderholung auf die Beine stellen könnte. Die Corona-Krise habe sich mittlerweile ein wenig entspannt. „Viele Eltern, aber auch die Kinder haben in den vergangenen Wochen sehr gelitten und würden sich freuen, ein Angebot für die Sommerferien zu haben. Auch deshalb, weil sicherlich viele Meerbuscher in den Ferien zu Hause bleiben“, sagte sie.

Ferienfreizeiten mit Ausflügen sind inzwischen wieder erlaubt. Die Stadt Meerbusch hatte ihr beliebtes Programm, das normalerweise in den Sommerferien auf dem Sportplatz Pappelallee in Lank-Latum stattfindet, bereits am 21. April abgesagt. Damals hatten solche Ferienfreizeiten gegen die da noch geltende Corona-Schutzverordnung verstoßen. Bürgermeisterin Mielke-Westerlage hatte sich deshalb nach Rücksprache mit den Vorsitzenden der Ratsfraktionen zur Absage entschieden. Zum neuen Vorschlag der SPD-Fraktion sagte der Erste Beigeordnete Frank Maatz: „Die Stadtranderholung braucht extrem viel Vorlauf und eine intensive Planung.“ Er versprach aber: „Wir werden das Thema auf jeden Fall als Anregung mit in die Verwaltung nehmen.“

Ab dem 14. Juni sollen auch wieder die Fachausschüsse tagen: am 16. Juni der Jugendhilfeausschuss, am 17. Juni der Planungsausschuss, am 23. Juni der Schulausschuss und am 24. Juni der Bau- und Umweltausschuss. Außerdem wurde im Hauptausschuss entschieden, dass am 18. Juni der Rat erstmals wieder im Meerbusch-Gymnasium zusammenkommen soll.