Meerbusch: Der Lettweg in Büderich soll endlich erneuert werden.

Schlaglöcher : Lettweg: Anwohner warten auf Ausbau

Anwohner beschweren sich seit Jahren über Schlaglöcher. Die Straße soll noch in diesem Jahr komplett saniert werden. An den Kosten müssen sich die Anlieger beteiligen. Im Frühjahr soll es eine Bürgerversammlung geben.

Besucher staunen immer wieder über die einzigartige Seenlandschaft, die sich je nach Wetterlage unmittelbar vor der Haustür der Eheleute Meng aus Büderich auftut. Was sich nach Idylle anhört, ist für Rosemarie und Gerd Meng jedoch ein großes Ärgernis. Seit Jahren. „Der Lettweg ist in einem katastrophalen Zustand“, klagt Rosemarie Meng. „Hier reiht sich Loch an Loch. Wenn es regnet, ist der Lettweg eigentlich gar nicht mit normalen Lederschuhen zu begehen, sondern nur mit Gummistiefeln.“ Und für Radfahrer oder Eltern mit Kinderwagen seien die Löcher eine große Gefahr.

Seit mehr als 20 Jahren wohnen Rosemarie und Gerd Meng in ihrer Wohnung in einer Eigentümergemeinschaft am Lettweg. „In den vergangenen zehn bis 15 Jahren haben wir uns mehrfach beim zuständigen Fachbereich der Stadt Meerbusch gemeldet und den schlimmen Zustand der Straße beschrieben“, sagt die Anwohnerin. „Uns wurde immer wieder gesagt, dass man sich bemühe, den Lettweg in einem begehbaren, verkehrssicheren Zustand zu halten.“ Bedeutet: Etwa zweimal im Jahr wurden die schlimmsten Löcher gestopft. „Aber war ein Loch zu, tat sich direkt daneben das nächste wieder auf“, erzählt sie. Denn auch schwere Müllfahrzeuge, Trecker und Baufahrzeuge benutzen den Lettweg und wenden dort.

Mehrfach haben die Anlieger den Vorschlag gemacht, einfach eine durchgehende Schicht Schotter aufzubringen und darüber eine Asphaltdecke, ähnlich wie bei einem Wirtschaftsweg. Meng: „Aber das haben die Fachleute abgelehnt, mit dem Hinweis auf den notwendigen Komplettausbau.“

Der soll nun tatsächlich kommen, kündigt Matthias Unzeitig, Fachbereichsleiter Straßen und Kanäle, an. „Der Lettweg bekommt erstmalig einen soliden Straßenaufbau. Im vergangenen Jahr haben wir die Ausbauart im Bauausschuss vorgestellt, und noch im Frühjahr ist eine Bürgerversammlung geplant, um die Anlieger zu informieren. Deren positive und negative Anmerkungen werden wir sammeln, um dann im Bauausschuss im Juni den Ausbaubeschluss vorzulegen“, erklärt er.

Danach könnten die Ausschreibungen rausgehen, und je nachdem wie schnell die Aufträge erteilt werden, könnten die Arbeiten noch im selben Jahr starten. Im Haushalt 2019 sind die Gelder bereits eingestellt. Aber auch die Anlieger müssen sich an den Kosten beteiligen. „Und die werden hoch sein“, befürchtet Rosemarie Meng. „Deshalb wären die meisten der rund 30 Anlieger hier auch eher für eine gute, aber provisorische Sanierung gewesen, die uns nichts gekostet hätte. Aber diese Lösung hat die Stadt immer kategorisch abgelehnt.“

Aber sie könne auch die Stadt verstehen, „die aus dem früheren Feldweg endlich mal eine richtige Straße machen will“. Sie erzählt: „Das war hier früher nur eine Art Baustraße, und wir haben damals auch keine Erschließungskosten zahlen müssen.“ Und dass irgendwann ein Neuaufbau von Grund auf nötig sei, das habe die Verwaltung schon immer angekündigt. Rosemarie Meng: „Das ist ja im Prinzip auch das, was wir in all den Jahren wollten. Dass wir so viel zahlen müssen, ist für uns trotzdem ärgerlich. Denn der Lettweg ist ja keine reine Anliegerstraße. Hier parken auch Anwohner der benachbarten Hegelstraße und Kantstraße sowie Besucher und Besitzer der Kleingartenanlagen in Lörick“, erzählt Rosemarie Meng. „Aber nun sind wir erst einmal auf die Bürgerversammlung gespannt . Ich finde es auf jeden Fall gut, dass wir da Stellung nehmen können.“

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