Historisches in Meerbusch „Dä Bott“ erscheint mit neuen Heimatgeschichten

Meerbusch · Um die „schillernde Lanker Familie Kauertz“ geht es unter anderem in der neuesten Ausgabe des Dä Bott“. Diese präsentierte nun der Heimatkreis Lank.

 Jürgen Simons (v.l.), Jürgen Fallack, Franz-Josef Jürgens, Silke Felkl, Franz-Josef Radmacher und Helga Ebner mit der neuen Ausgabe

Jürgen Simons (v.l.), Jürgen Fallack, Franz-Josef Jürgens, Silke Felkl, Franz-Josef Radmacher und Helga Ebner mit der neuen Ausgabe

Foto: RP/Berit Kriegs

Der Heimatkreis Lank hat die neueste Ausgabe von „Dä Bott“ vorgestellt. Dazu haben 14 Autoren eine Mischung interessanter Beiträge zusammengestellt. Heimatkreis-Vorsitzender Franz-Josef Jürgens führt als Beispiel den Text „Friseurgeschäfte im alten Lank-Latum“ von Thomas Günther, dem Pressewart des Vereins, an. Dort werden einzelne Salons aus der Vergangenheit vorgestellt und zudem erfährt der Leser, wie ohne vorherige Terminvergabe immer der richtige Kunde „dran kam“ und, dass es nicht ungefährlich war, mit einem offenen Rasiermesser zu hantieren. Die bebilderte, über mehrere Seiten verteilte Friseur-Geschichte wurde wie alle Beiträge akribisch erforscht sowie anschaulich und leicht lesbar dokumentiert.

Franz Kohtes dagegen war „Auf der Suche nach einer alten Dorfstraße“. Dem Autor ist es gelungen, die bisher unbekannte, aber von Fotograf Erwin Quedenfeld 1911 festgehalten Stelle im Ort in seinem Bericht zu bestimmen. „Vor ihm sind bereits viele Heimatfreunde an dieser Aufgabe gescheitert“, weiß Franz-Josef Jürgens. Mit Text und Foto widmet Jürgen Simons einen Beitrag der „schillernden Lanker Familie Kauertz“. Darin ist zu erfahren, dass eines der vielen Kinder der Eheleute Berühmtheit in verschiedener Hinsicht erlangte. Fortsetzung finden die Lebenserinnerungen von Josefa Leven, geborene Breuers, aus Langst. Unter dem Titel „Das Mädchen hinter dem Deich“ ist Teil 3 der kommentierten Aufbereitung von Franz-Josef Radmacher zu lesen. Erinnert wird außerdem an die geschätzte Heimatfreundin Käthe Schneider. Der früheren Bott-Autorin und langjährigen Schatzmeisterin des Heimatkreises wurde Corona bedingt in einem kleinen Kreis die Jacobsleiter verliehen. Insgesamt sind die „Dä Bott“-Inhalte vielfältig, sorgsam recherchiert und unterhaltsam. Ein besonderes Lob spricht der Heimatkreis-Vorsitzende für Helga Ebner aus: „Sie hat mich unermüdlich unterstützt und Dä Bott auch gestaltet.“

Die Auflagenhöhe liegt in der Regel um 750 Stück. Zirka 565 Mitglieder erhalten die Lanker Heimatblätter kostenlos. Einige Exemplare gehen an den Stadtrat und die Stadtverwaltung. Darüber hinaus werden Exemplare im lokalen Buchhandel und über den Heimatkreis zum Preis von zehn Euro verkauft. Außerdem ist der Heimatkreis bemüht, alle bisher erschienenen 14 „Dä Bott“ auf die Seiten der Homepage zu stellen: „Digitalität ist auch für uns ein wichtiges Thema“, betont Franz-Josef Jürgens. Er erinnert, dass auch Außenstehende Beiträge einreichen können: „Denn die Stärke der Heimatblätter liegt in der Themen-Mischung. Wer etwas schreiben will, sollte sich bis Ende August melden.“ Grundsätzlich ist der Heimatkreis-Vorstand auch in diesem Jahr stolz auf die interessanten Beiträge im ehrenamtlich und honorarfrei erstellten „Dä Bott“ mit diversen Rubriken. Info: www.heimatkreis-lank.de

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