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Meerbusch: Brauereiausschank Gulasch in Büderich liefert Speisen aus

Gastronomie in Meerbusch : Heiße Ware auf schnellen Wegen

Seit Montag hat Gulasch-Wirt Alex Georgiadis seinen aus dem Lockdown bewährten Lieferdienst wiederbelebt. Die Kellner Dimi und Michail servieren den Gästen nun zu Hause das beliebte „Soulfood“.

Alex Georgiadis setzt auf Altbewährtes, jüngst Erprobtes und Innovatives. Der Chef des Brauereiausschanks „Gulasch“ am Alten Kirchweg 40 Ecke Dorfstraße in Büderich lässt sich gemeinsam mit Küchenchef Sabi Singh nicht aus der Ruhe bringen: „Ich verfalle nicht in Panik, nur weil die Hygienebestimmungen den steigenden Infektionszahlen angepasst werden“, sagt der Gastronom. Er handelt. Gemeinsam mit seinem Team, auf das er nichts kommen lässt, beobachtet er die allgemeine Stimmungslage in der Bevölkerung, hört auf die Anregungen und Wünsche seiner Gäste und versucht, aus der Situation das Beste zu machen.

Deshalb hat der Chef des „Gulasch“ seinen aus dem Lockdown bewährten Lieferservice wieder aufleben lassen. „Natürlich gibt es weiterhin unsere gut bürgerlichen Speisen bei uns im Restaurant und zum Abholen“, sagt Georgiadis. Doch hat er in Gesprächen mit seinen Kunden erfahren, dass einige von ihnen Angst haben. Angst vor der Ansteckung mit der neuartigen Omikron-Variante. Angst vor der Impfung oder schlicht keine Zeit oder Lust, sich vor jedem Restaurant-Besuch testen zu lassen (hier sind natürlich die Geboosterten ausgenommen).

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Um den Gästen entgegen zu kommen, hat das „Gulasch“ seine beiden Kellner Dimi Kalingas und Michalis Stamoulis mit dem Lieferwagen wieder „auf die Straße geschickt“. „Die beiden sind im Restaurant als Dimi und Michail wohl bekannt. So ist es für die Kunden auch toll, wenn ihr Kellner das Essen zu ihnen nach Hause bringt“, erzählt Chef Alex. Die beiden Kellner/Fahrer sind natürlich voll durchgeimpft und halten die Hygienevorschriften streng ein. Sowohl die täglich wechselnden Tagesgerichte von Bratwurst über Fisch, Eintopf, Rouladen, Leber oder saftige Burger sowie die Gerichte von der umfangreichen Karte können geliefert werden. In Büderich kostet der Service drei Euro, in den anderen Stadtteilen fünf Euro. Ab einem Bestellwert von 30 Euro ist die Lieferung frei.

Drei kleine Einschränkungen machen Alex und Sabi bei den Speisewünschen. „Reibekuchen, Pommes und Muscheln schmecken nicht so gut und kross, wenn sie in unseren Aluschalen – die halten besonders gut warm – und Thermoboxen angeliefert werden“, sagt der Wirt. Singh und Georgiadis stehen immer im engen Kontakt zu ihren Kunden und beraten gerne. Deshalb: Bratkartoffeln gehen immer.

Auch das passende Getränk zum Essen kann natürlich geliefert werden. Eine Flasche Bier oder Wein und ein Nachtisch runden das heimische „Gulasch-Feeling“ ab. Bereits im ersten großen Lockdown haben die „Gulasch-Mitarbeiter“ gemerkt, dass sie durch den innovativen Lieferdienst auch ganz neue Kundenkreise ansprechen können. „Viele junge Leute, die sich nicht in unser Restaurant verirren, haben bestellt und waren sehr zufrieden“, berichtet der erfahrene Gastronom.

Die Schnitzel aus Singhs Küche sind bei allen Gästen der Renner und werden seit Montag nun auch wieder von zwölf bis 21 Uhr geliefert. Es reicht ein Anruf im „Gulasch“, und je nach Entfernung stehen die Fahrer schon bald mit frisch zubereitetem Essen vor der Tür. „Unsere Kunden sind auch so flexibel, dass wir uns über die Lieferzeit austauschen können. Liegen zwei Adressen auf dem selben Weg, wird auch gerne um 30 Minuten variiert“, lobt Georgiadis seine Kunden.

Er habe keine Angst und verfalle auch nicht in Panik. „Ich habe ein tolles Team. Wir sind auch in schwierigen Zeiten am Start und freuen uns, unsere Stammkunden auch daheim versorgen zu können“, sagt der Restaurantbesitzer aus dem Herzen von Büderich. Die gleichbleibend gute Qualität der Speisen im Restaurant, beim Abholservice oder in der Auslieferung sei für ihn selbstverständlich. Und wenn dann noch dazu neue, junge Kunden von dem wiederbelebten Lieferservice Gebrauch machen, ist für Georgiadis und Küchenchef Singh alles in Butter. Und die Vorfreude auf einen gastronomisch entspannteren Sommer teilen Gäste und das gesamte „Gulasch-Team“.