Meerbusch : Meerbusch boomt

Die Einwohnerzahl Meerbuschs befindet sich auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren. Grund sind insbesondere Zuzügler von außerhalb – und ein kleines Geburtenwunder in den Rheingemeinden.

Die Einwohnerzahl Meerbuschs befindet sich auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren. Grund sind insbesondere Zuzügler von außerhalb — und ein kleines Geburtenwunder in den Rheingemeinden.

Nach einer jetzt vorgelegten Erhebung des Statistischen Landesamtes ist die Einwohnerzahl Meerbuschs zum zweiten Mal in Folge angestiegen. Ende 2011 lebten demnach 54572 Frauen, Männer und Kinder in Meerbusch - so viele wie seit sieben Jahren nicht mehr.

Während in NRW die Einwohnerzahl seit 2005 um 1,2 Prozent zurückging, stieg sie in Meerbusch um 0,3 Prozent an. Gegenüber 2010 nahm die Einwohnerzahl in Meerbusch laut Landesamt um 254 Personen zu. Damit liegt die Einwohnerzahl deutlich über einer vor vier Jahren erstellten Prognose. Die Gemeindemodellrechnung war von 53780 Meerbuschern Ende 2011 ausgegangen. Das waren fast 800 Einwohner weniger als die jetzt gezählten 54572 Einwohner.

Die Stadt Meerbusch geht sogar von noch mehr Einwohnern aus. "Nach unserer Melderegisterauswertung ist die Einwohnerzahl um 324 Personen angestiegen", sagt Stadtsprecher Michael Gorgs. Hauptgrund: Die Zuzüge übersteigen mit 3362 die Wegzüge (2894) deutlich und fangen die niedrige Geburtenrate auf. 432 Geburten standen im vergangenen Jahr 576 Todesfälle gegenüber.

In allen drei großen Stadtteilen ist das Geburtensaldo negativ, am deutlichsten im zweitgrößten Stadtteil Osterath: 91 Geburten standen 151 Todesfälle gegenüber. In Lank-Latum wurden 74 Geburten und 138 Todesfälle registriert. Nahezu ausgeglichen sind die Zahlen in Büderich: 182 Geburten gab es dort im Jahr 2011 und 192 Todesfälle. Die Rheingemeinden Ilverich, Langst-Kierst und Nierst überraschen mit einem Geburtenüberschuss.

Nach einer Auswertung des Melderegisters profitieren die Stadtteile unterschiedlich stark von den Zuzügen. In Büderich stehen1623 Zuzüge 1401 Wegzügen gegenüber (+202), in Strümp gab es 418 Zuzüge und 301 Fortzüge (+117), in Lank-Latum 429 Zuzüge und 334 Wegzüge (+95), in Osterath 622 Zuzüge und 589 Fortzüge (+33). Eine negative Wanderungsbilanz weisen Nierst (39 Zu-, 61 Fortzüge = -22) und Langst-Kierst auf (59 Zuzüge, 65 Wegzüge = -6). Von den 3362 Neu-Meerbuschern stammen 325 aus dem Rhein-Kreis Neuss, 1975 aus anderen NRW-Gemeinden, 477 aus anderen Bundesländern und 585 aus dem Ausland.

(RP/ila)