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Meerbusch: Arche Noah bietet Ferien zwischen Ponys und Stallarbeit

Meerbuscher Arche Noah : Ferien zwischen Ponys und Stallarbeit

Die Arche Noah hat in diesem Jahr zum ersten Mal ein Ferienangebot organisiert, bei dem die Kinder spielen und mit anpacken dürfen.

Viel hatte die zwölfjährige Iljana bislang nicht mit Handwerk zu tun. Doch das hat sich auf der Arche Noah geändert, wo sie zusammen mit ihrer Freundin Emily, ebenfalls zwölf Jahre alt, selbst bemalte Bretter für eine Schnullerwand an einen Holzzaun bohrt. Denn bei der Ferienfreizeit in der Arche Noah in Büderich dürfen die 15 Teilnehmer zwischen fünf und zwölf Jahren nicht nur herumtoben, sondern auch selbst mit anpacken. Bei dem einwöchigen Programm kurz vor Ende der Sommerferien haben die Kinder zusammen mit den Betreuern neben der Schnullerwand auch ein Insektenhotel gebaut. „Man hat immer etwas zu tun“, sagt Iljana. Das Ferienprogramm von Leiterin Michaela Danker ist deshalb aber kein Arbeitsprogramm, eigentlich nicht einmal ein Programm, sondern vielmehr ein Angebot an die Kinder, auf der großen Anlage das zu tun, was ihnen am meisten Spaß macht.

Denn abseits des gemeinsamen Essens gibt es für die Kinder keine festen Abläufe. Wer werkeln möchte, kann das tun; wer lieber mit den anderen Kindern spielt, darf das genauso gerne tun.  Größter Anziehungspunkt bleiben aber natürlich die vielen Tiere der Arche Noah. Allen voran die Ponys. Der siebenjährigen Eva aus Neuss hat es vor allem die Stute Flocke angetan. „Ich mag, dass sie so klein ist“, erzählt das Mädchen. Ihre liebste Beschäftigung: das Striegeln des 14-jährigen Tieres.

Die siebenjährige Eva bei ihrem Lieblingstier Flocke, einer 14-jährigen Stute. Links daneben sitzt Arche-Noah-Leiterin Michaela Danker. Foto: Daniel Schrader

Auch bei Iljana und Emily stehen die Ponys hoch im Kurs, obwohl sie sich auch für die anderen Tiere erwärmen können. „Die Ziegen und Schweine sind auch sehr süß“, sagt Iljana. Weniger süß ist die Arbeit im Stall, doch auch die gehört zu dem Alltag eines Tierparks, aber damit haben die Kinder gar kein Problem. Im Gegenteil: „Mir macht es Spaß, mich um die Tiere zu kümmern“, berichtet Emily. Dabei gibt es untereinander auch immer wieder spielerische Wettkämpfe, wer schneller damit fertig ist, die Ställe der Esel oder Ziegen auszumisten. Ohnehin ist die Stimmung unter den Teilnehmern trotz der Altersunterschiede zwischen den Kindern sehr gut. „Ich habe hier viele Leute kennengelernt, mit denen ich mich gut verstehe“, sagt Iljana.

Bei diesen Lobgesängen fällt das Fazit von Arche-Noah-Leiterin Michaela Danker entsprechend sehr positiv aus. „Ich bin total zufrieden.“ Eigentlich wollte sie bereits in den Osterferien ein Ferienprogramm starten, was dann aber aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen musste. Auch das Programm für den Sommer stand lange Zeit auf wackeligen Beinen, konnte dann aber doch unter einigen Einschränkungen durchgeführt werden. Eine davon ist das Essen. Hier hatte Michaela Danker ursprünglich überlegt, gemeinsam mit den Kindern zu kochen, stattdessen werden die Teilnehmer jetzt von einem externen Caterer mit Essen versorgt.

Zusammen mit vier Helfern kümmert sie sich um die Kinder, leistet zum Beispiel Hilfestellungen beim Handwerken. Doch oft beschäftigen sich die Teilnehmer auch alleine, spielen miteinander oder setzen sich zu den Tieren, um sich auszuruhen. 75 Euro zahlen die Teilnehmer für das fünftägige Angebot.

Und während die Premiere in dieser Woche bereits zu Ende geht, plant Michaela Danker bereits Fortsetzungen für die kommenden Herbst-, Oster und Sommerferien. Auch Ideen für neue Projekte gibt es bereits. „Ich würde gerne mit den Kindern Hochbeete bauen“, erzählt Michaela Danker.