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Meerbusch: Marode Straßen werden endlich saniert

Meerbusch : Marode Straßen werden endlich saniert

Die Verwaltung plant, die Ossumer Straße in Lank und die Osterather Straße in Srümp zu sanieren. Zum Teil fallen Parkplätze weg und Bäume müssen gefällt werden. Die Bürger werden zu 70 Prozent an den Kosten beteiligt

Im Haushaltsplan für das Jahr 2014 sind einige dringend nötige Straßensanierungen vorgesehen. Baudezernent Just Gerard wird die Projekte am Mittwoch in der Sitzung des Ausschusses vorstellen. In einigen Fällen werden die Bürger an den Sanierungskosten beteiligt. Wenn der Ausschuss getagt hat, werden Bürgeranhörungen stattfinden. Dort werden die Sanierungen noch einmal detailliert vorgestellt. Bürger können Anregungen und Bedenken äußern. Danach wird der Bauausschuss erneut tagen und die Sanierung beschließen. Was ist wo vorgesehen?

Ossumer Straße in Lank: Die Verwaltung rechnet mit Sanierungskosten von gut 200 000 Euro, davon können 70 Prozent auf die Bürger umgelegt werden. Weil der Stadt ein Bodengutachten vorliegt, weiß sie, dass der Unterbau in den vergangenen Jahrzehnten mit PAK-belasteten Ziegelresten erfolgt ist. PAK ist eine Sammelbezeichnung für mehrere Hundert Einzelverbindungen von kondensierten, aromatischen Kohlenwasserstoffen. Einige der PAK-Komponenten sind krebserzeugend oder schädigen den menschlichen Organismus, heißt es auf der Webseite des Bundesamts für Verbraucherschutz. Um den belasteten Boden herauszuholen und auszutauschen, muss der Unterbau der Straße in einer Tiefe von 60 Zentimetern ausgetauscht werden.

Darüber hinaus sollen nach dem Vorschlag der Verwaltung alle bisher dort stehenden Bäume gefällt werden. Es handle sich um Ginkgo-Bäume und Zierkirschen ohne großen ökologischen Wert. Ein von der Stadt beauftragter Baumgutachter sieht kaum Chancen, die Bäume nach der Straßensanierung dauerhaft zu erhalten. Selbstverständlich erfolge nach der Sanierung der Ossumer Straße eine Neupflanzung von fünf Bäumen. Die Ersatzpflanzungen für die restlichen Bäume sollen am benachbarten Latumer See erfolgen, so die Verwaltung in der Vorlage für den Ausschuss. Weil neue Baumbeete hinzukommen, wären auf der Straße nur noch zwölf, statt wie bislang 15 offizielle Parkplätze vorgesehen.

Sanierung Osterather Straße in Strümp: Die Herstellungskosten für den neuen Gehweg betragen 90 000 Euro, für die Straße werden 312 000 Euro fällig. Hinzu kommen noch mal 25 000 Euro für die Beleuchtung. Auch hier können 70 Prozent auf die Bürger umgelegt werden. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Fritz-Wendt- bis zur Liegnitzer Straße. Um Frostsicherheit zu gewährleisten, ist ein 60 Zentimeter hoher Oberbau nötig, der bislang nicht vorhanden ist. Deshalb sind in der Straße heute übermäßig viele Risse und Löcher, die immer wieder geflickt wurden. Die neue Fahrbahn soll fünf Meter breit sein, der vorhandene Gehweg auf 1,80 Meter verbreitert werden. Ein durchgehender Gehweg auf beiden Seiten der Straße ist nach dem Vorschlag der Verwaltung nicht nötig. Auf der südlichen Seite werde nur im Bereich der Häuser 85 bis 91 ein Anschluss an den bestehenden Gehweg Richtung Fritz-Wendt-Straße mit 1,35 m Breite wiederhergestellt. Die Straßenbeleuchtung wird erneuert, wobei die bisherigen Standorte der Maste möglichst beibehalten werden sollen.

Am Oberbach/Rheindamm in Langst-Kierst: In den vergangenen Jahren haben sich laut Stadt die Beschwerden über die mangelhafte Entwässerung der Straße und die Schlaglöcher stark gehäuft. Die Sanierung gliedert sich in drei Abschnitte. Die Sanierungskosten belaufen sich insgesamt auf 666 000 Euro für Straßen und Gehwege. Hinzu kommen noch einmal 9000 Euro für die Gehwege. Die Pläne werden im Detail in der Sitzung am Mittwoch erläutert.

(RP)