Mädchen aus Meerbusch im Duell mit Heike Makatsch

Modebegeistertes Mädchen tritt gegen Heike Makatsch an : Greta aus Lank ist Samstag im Fernsehen

Um 20.15 Uhr beginnt am Samstag die ARD-Show „Klein gegen Groß“, moderiert von Kai Pflaume. Eine elfjährige Schülerin aus Meerbusch tritt dort gegen Schauspielerin Heike Makatsch an. Schafft sie es, mehr Schnittmuster zu erraten als ihre prominente Kontrahentin?

Spaß an Mode hatte die elfjährige Greta Rosenberg aus Lank-Latum schon immer. „Besonders Röcke mag ich, weil sie je nach Outfit entweder schick oder cool sind“, so die Sechstklässlerin. Da war es fast schon eine logische Schlussfolgerung, dass ihr erstes selbst genähtes Kleidungsstück ebenfalls ein Rock sein musste. Ihr Talent, sich in so jungen Jahren bereits mit Schnitt-Techniken, Farben und der Nähmaschine auszukennen, brachte dem Mädchen die Chance ein, diese Begabung im Fernsehen unter Beweis zu stellen.

Gretas Mutter half ihr bei dem ersten selbst genähten Rock. Foto: RP/Mirjam Ratmann

In der ARD-Show „Klein gegen Groß“ ist sie am Samstag neben acht anderen Kindern zu sehen, die mit ihren Talenten gegen Prominente aus Kino, Sport und Entertainment antreten.

Nach der Show gab es ein Foto mit Kai Pflaume. Foto: RP/Mirjam Ratmann

Gretas Kontrahentin ist die prominente Schauspielerin Heike Makatsch, die sich ebenfalls sehr gut mit Nadel und Faden auskennt. Eineinhalb Jahre war die Düsseldorferin in die Schneiderlehre gegangen, bevor sie sich für die Film- und Fernsehkarriere entschied. Im Duell bekommen die beiden jeweils einen Schnittbogen gezeigt und müssen anhand der darauf abgebildeten Schnittmuster erkennen, um welches Kleidungsstück es sich handelt.

Die Aufzeichnung für die Sendung fand im September in Berlin statt. Vier Tage lang, von Donnerstag bis Sonntag, wurde in einem TV-Studio geprobt und gedreht. Für Gretas gesamte Familie war das eine sowohl aufregende als auch stressige Zeit. „Man muss bereit sein, das als Familie mitzutragen“, bestätigt Gretas Mutter Inge Grothe-Rosenberg.

Von ihr, die selbst als Maßschneiderin und Modedesignerin arbeitet und im Keller des Hauses ein eigenes Atelier betreibt, hat Greta auch ihre Affinität zu Mode. „Alle meine drei Kinder sind mit der Schneiderei groß geworden“, sagt Grothe-Rosenberg, „und Greta hat ein gutes Auge und total viel Spaß an Mode, Show und verrückten Sachen.“

So konnte Greta ihrer Mutter bereits von klein auf bei der Arbeit über die Schulter schauen. Obwohl das Mädchen teilweise selbst geschneiderte Klamotten trägt, hat sie natürlich weiterhin auch gekaufte Kleidungsstücke im Schrank hängen. „Klamotten, die man selbst macht, sind etwas Besonderes, da kann man stolz drauf sein und es ist irgendwie schöner“, so die Elfjährige, die am Städtischen Meerbusch-Gymnasium in Strümp zur Schule geht, „aber ich finde es auch okay, wenn ich Sachen von H&M habe.“

Die Entscheidung, sich im Fernsehen zu präsentieren, fiel Greta leicht. Anders als bei bisherigen Ausgaben der Show, bei denen sich Kinder direkt beim Sender beworben haben, sei das Redaktionsteam direkt an Maßschneiderbetriebe in Düsseldorf und Köln herangetreten, um nach geeigneten Kandidaten zu suchen.

Bei Inge Grothe-Rosenberg und ihrer Tochter wurden sie schnell fündig. Gemeinsam mit ihrer großen Schwester drehte die elfjährige ein Bewerbungsvideo und machte Bilder. „Greta findet Bühne und Show sowieso ganz cool, weil sie auch schon paarmal auf der Bühne gestanden hat“, erklärt ihre Mutter.

Bei der Aufzeichnung der Show war Greta zu Beginn noch etwas angespannt: „Es war alles sehr aufregend, und ich hatte Angst, etwas falsch zu machen.“ Doch vor allem der Moderator der Sendung, Kai Pflaume, sei so nett gewesen, dass die Aufregung schnell verflogen sei, bestätigt auch die Mutter. Für die Familie sei das alles eine spannende Erfahrung gewesen.

Etwas bedauerlich finden Mutter und Tochter den Sendetermin, so mitten in den Herbstferien: „Alle unsere Freunde sind weg, Meerbusch ist wie leergefegt“, sagt Grothe-Rosenberg. Die Elfjährige freut sich aber dennoch auf die Ausstrahlung: „Ich will das dann auch noch mal mit ein paar Freuden nach den Ferien zusammen schauen und etwas feiern.“

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