Meerbusch: Luxus-Nächte im Landsknecht

Meerbusch : Luxus-Nächte im Landsknecht

Das Restaurant und Hotel Landsknecht in Büderich war in den 20/30er und 50er Jahren einer der bekannten Treffpunkte von Filmstars, Politikern und Wirtschaftskapitänen. An diese großen Zeiten will der Düsseldorfer Gastronom Primo Lopez (55) anknüpfen. 2005 hat er das Haus erworben und "für mehrere Millionen Euro" komplett umbauen lassen. Essen kann man in den Landsknecht-Sälen schon länger wieder – in diesen Tagen wird auch das Hotel komplett fertig (Übernachtungen sind schon seit August möglich).

Das Restaurant und Hotel Landsknecht in Büderich war in den 20/30er und 50er Jahren einer der bekannten Treffpunkte von Filmstars, Politikern und Wirtschaftskapitänen. An diese großen Zeiten will der Düsseldorfer Gastronom Primo Lopez (55) anknüpfen. 2005 hat er das Haus erworben und "für mehrere Millionen Euro" komplett umbauen lassen. Essen kann man in den Landsknecht-Sälen schon länger wieder — in diesen Tagen wird auch das Hotel komplett fertig (Übernachtungen sind schon seit August möglich).

Lopez hat Meerbusch damit eine neue Design-Herberge mit elf Luxus-Zimmern beschert. Der detailverliebte Spanier brachte allerlei eigene Ideen ein, so bestand er etwa darauf, Bäder und Toiletten zu trennen — was den Vorteil hat, dass es keine Konflikte gibt, wenn "Sie" mit den abendlichen Ausgeh-Vorbereitungen mal wieder länger braucht. Die Lage des Hotels, in der Einflugschneise, neben der K-Bahn-Haltestelle und über einem Restaurant war für Lopez eher Ansporn als Hindernis.

Extradicke Schallschutzfenster, schwere Türen und eine 30-Zentimeter-Dämmung im Fußboden sorgen für Stille, auch wenn im Lokal gefeiert wird. Der Stil der Zimmer ist edel-modern, mit viel indirektem Licht und allerlei technischen Finessen, etwa eine farblich veränderbaren Beleuchtung, Flachbildfernsehern auch im Bad und einer Klimaanlage, die die Luft mit Sauerstoff anreichert. "So muss man die Fenster nicht öffnen, und es bleibt leise", erläutert Hoteldirektor Holger Nissen (58), der zuvor den Winkmannshof in Krefeld geleitet hat.

Alle Zimmer ziert ein Deckengemälde mit einem bunten, kristallinen Muster. Zum Hotel gehört auch ein Kaminzimmer mit Außenterrasse mit anliegender kleiner Küche. Lopez hat für den Raum eine Tafel für 20 Personen geordert und denkt über Kochkurse mit bekannten Küchenchefs nach. Dass es im Landsknecht jetzt Luxus-Zimmer gibt, hat sich schon herumgesprochen: "Wir hatten auch schon Gäste aus Dubai", erzählt Lopez. Preislich liegt das Einzelzimmer bei 120, das Doppelzimmer bei 140 Euro.

Frühstück kostet zusätzlich 15 Euro pro Person. Parkplätze sind in der Tiefgarage und hinter dem Haus vorhanden. In Restaurant und Hotel beschäftigt Lopez inzwischen 18 Mitarbeiter.

(RP)