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Meerbusch: Luftqualität: Mess-Station in Osterath

Meerbusch : Luftqualität: Mess-Station in Osterath

Das Landesamt für Umwelt- und Naturschutz NRW hat jetzt an der Meerbuscher Straße eine Luftmessstation aufgestellt. In Höhe der Hausnummer 222 werden ab sofort die Schadstoffe in der Luft gemessen.

Hintergrund: In einem Schadstoff-Gutachten zum Bau der K9n kamen die Experten zu dem Ergebnis, dass wohl schon heute Grenzwerte überschritten werden. Demnach ist die Belastung mit Stickstoffdioxid an den Hausfassaden der Meerbuscher Straße zu hoch. Bei dem Gutachten handelt es sich um eine rechnerische Prognose für das Jahr 2015.

Wichtigster Kernpunkt: Die Belastung mit Stickstoffdioxid an der Meerbuscher Straße wird auch ohne den Bau der K9n zu hoch sein. "Die Gebäude an der Meerbuscher Straße stören das Windfeld", erklärte Gutachter Oliver Streuber von Peutz Consult o, Planungsausschuss. "So werden Schadstoffe angezogen." Durch den Bau der K9n, die Strümp mit Osterath verbinden soll, würde die Schadstoffbelastung um weitere 3,5 Prozent zunehmen.

Die Stadt nahm daraufhin Kontakt zur Bezirksregierung Düsseldorf auf, die die Installation der Messstation anordnete. Grundlage der Messungen ist die EU-Luftqualitätsrichtlinie. Sie sieht europaweit eine einheitliche Messung und Beurteilung der Luftqualität vor. Bei Überschreitungen von Grenzwerten müssen Luftreinhaltepläne aufgestellt werden. Sie enthalten konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität.

Bei der installierten Messstation handelt es sich um eine so genannte passive Station. Spätestens nach einem Monat tauschen Mitarbeiter des Landesamtes den Filter aus, die darin enthaltenen Schadstoffe werden im Labor ausgewertet und anschließend auf der Internetseite des Landesamtes veröffentlicht. Seit 2010 dürfen die Stickstoffdioxid-Jahresmittelwerte 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft nicht überschreiten.

Ist die Schadstoffbelastung zu hoch, bekommt Meerbusch einen Luftreinhalteplan. Herr des Verfahrens ist die Bezirksregierung Düsseldorf. Als mögliche Maßnahmen nannte das Gutachterbüro beispielsweise, den Schwerlastverkehr auf der Meerbuscher Straße "so weit wie möglich" einzuschränken. Dies könne durch ein Lkw-Routenkonzept erfolgen, so dass nur noch Lieferverkehre auf der Meerbuscher Straße zugelassen sind. Auch ein Tempolimit sei eine mögliche Lösung.

(mrö)