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Meerbusch: Lucas Ziel ist die Formel 1

Meerbusch : Lucas Ziel ist die Formel 1

Der Strümper startet an diesem Wochenende in Oschersleben erstmals in der Formel ADAC Masters. Das gesamte vergangene Jahr hat er sich auf den Sprung in die neue Klasse vorbereitet. In einigen Jahren plant der 16-Jährige, in der bekanntesten Rennserie der Welt an den Start zu gehen.

Der Moment, in dem sich Luca Caspari entschied, Rennfahrer zu werden, liegt drei Jahre zurück. 13 Jahre war er alt, als sein Vater Thomas ihn fragte, ob er nur aus Spaß fahren, oder wirklich an seiner Karriere arbeiten wolle. Der heute 16-Jährige entschied sich für Letzteres. An diesem Wochenende steht der nächste Schritt Richtung Professionalität an. Der Strümper startet in der Formel ADAC Masters, einer der Stufen Richtung Formel 1.

Talent: Luca Caspari posiert in seinem neuen Renn-Outfit. Foto: Thomas Caspari

Und die ist das Ziel von Luca Caspari, seit er als kleiner Junge gleich sein erstes Rennen in der Bambini-Klasse auf der Kartbahn in Niederkrüchten gewann. "Davon rücke ich auch nicht ab", sagt er. "Denn ich weiß, dass ich es schaffen kann."

Rennfahrer: Luca Caspari konzentriert sich in seinem Boliden auf die Aufgaben in der Formel ADAC Masters in Oschersleben. Foto: thomas caspari

Dieser Auffassung sind auch Motorsport-Experten. Als eines von fünf Talenten wird er in den Formel-Klassen von der ADAC-Stiftung Sport unterstützt. Als einer von drei Fahrern — und da als jüngster — startet er für den Rennstall Mücke in der Formel ADAC Masters. In den vergangenen Jahren standen zukünftige Formel-1-Fahrer wie Doppel-Weltmeister Sebastian Vettel aus Heppenheim, der Schweizer Sébastien Buemi (55 Rennen zwischen 2009 und 2011) sowie der Mexikaner Sergio Pérez (vergangenes Wochenende Zweiter beim Rennen in Malaysia) hier unter Vertrag. "Luca hat bereits 2011 in unserem Team ausgiebig getestet und sehr gute Leistungen gezeigt", sagt Teamchef Peter Mücke. "Ich denke, er wird nach einer Lernphase vordere Platzierungen erreichen."

Zu hoch will Luca Caspari seine Ziele aber nicht stecken. "Auf dem Lausitzring war ich bei ersten Tests zwar mit Abstand der Schnellste", sagt der Zehntklässler des Büdericher Mataré-Gymnasiums. "Aber darauf bilde ich mir nichts ein." Was zählt, ist was im Rennen passiert. "Und da peile ich in dieser Saison einen Platz in den Top Ten an." Wie sein Team tickt, das hat er nicht nur bei Tests im vergangenen Jahr gelernt, sondern auch im Winter. "Da habe ich zwei Wochen ein Praktikum absolviert, um das technische Know-how zu verstehen."

In den vergangenen Wochen bereitete er sich mit seinem Betreuer und Fitness-Trainer Stefan Oeser auf den Saisonstart vor. Seit Dienstagabend ist er in der Magdeburger Börde, Mittwoch standen Tests an, gestern war frei, heute ist Training, morgen Qualifying und anschließen das erste von drei Rennen in 24 Stunden. "An den Wochenenden sind immer drei Rennen, da wir so mehr Routine in Starts und Zweikämpfen bekommen", erklärt er.

In beiden Punkten holt sich Luca Caspari aus TV-Übertragungen Tipps. "Mein Vorbild ist Jenson Button", sagt er über den Briten. "Er fährt sauber, konstant gut und ist seriöser als viele andere Fahrer." Ob er ihm allerdings noch auf den Pisten dieser Welt begegnen wird, ist unwahrscheinlich. "In sechs bis acht Jahren würde ich gerne Formel 1 fahren", sagt Luca Caspari. Mit heute 32 Jahren wird Button dann aber vermutlich schon in Rennfahrer-Rente sein.

www.luca-caspari.de

(RP)