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Meerbusch: Lernen durch Experimentieren

Meerbusch : Lernen durch Experimentieren

In der Kindertagesstätte "Kunterbunt" in Strümp erleben Kinder mit Erzieherin Stephanie Grafenberger Experimente, um Fragen des Alltags aufzuklären. So wird spielerisch Wissen vermittelt.

In der Serie "Evonik-Kinderuni" experimentieren Kinder mit ihren Erzieherinnen in Kindertagesstätten, um Phänomenen des Alltags auf den Grund zu gehen. Im Vordergrund steht, den Kindern Spaß daran zu vermitteln, Wissen zu erwerben. In der Rheinischen Post fanden und finden die Erzieherinnen der Kitas seit dem 3. Februar und noch bis zum 28. Februar Anleitungen und Informationen zum benötigten Material zu dem jeweiligen Experiment.

Auch in der Kindertagesstätte Kunterbunt in Strümp experimentieren die Kinder mit Erzieherin Stephanie Grafenberger. Jeden Tag organisiert die Kindergärtnerin mit zwei Gruppen aus jeweils acht Kindern die Experimente, die am Vortag in der Rheinischen Post abgedruckt waren. Die Kinder sind zwischen vier und fünf Jahren alt und lernen, wie Wasser zu Eis gefriert und warum Eisberge an der Meeresoberfläche schwimmen.

Wenn Experimente statt finden, bei denen jedes Kind am Ende sein eigenes Ergebnis erhält, werden diese auf einen kleinen Tisch im Flur der Kita gestellt, damit die Eltern sich die Werke anschauen können.

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Die Dienstags-Ausgabe beschäftigte sich mit der Entstehung von Ruß und mit der Frage: Wofür braucht man eigentlich Schornsteinfeger? Das sollte gestern Morgen die Leitfrage sein. Die Utensilien hat Stephanie Grafenberger in einer Kiste, die mit Zeitungspapier beklebt ist, vorbereitet.

Eins der Kinder darf diese Kiste öffnen und den Anderen zeigen, was sich darin versteckt. Luis findet in der Kiste ein Feuerzeug, einen Löffel, einen Teller und eine Kerze. Bevor die Kinder erfahren, was für ein Experiment sie erwartet, liest Stephanie Grafenberger die einleitende Geschichte von Max vor, der hört wie seine Mutter seinem Vater davon erzählt, dass sich der Schornsteinfeger angemeldet hat und sich fragt, warum der eigentlich kommt.

Diese Frage leitet Stephanie Grafenberger an die Kinder weiter. Die überlegen, glauben, dass im Schornstein Qualm ist, wissen aber nicht genau, woher der Qualm eigentlich kommt und was der Schornsteinfeger im Schornstein eigentlich sauber macht. Um den Kindern dies nun vorzuführen, bedient sich Stephanie Grafenberger der Utensilien aus der Kiste. Sie stellt die Kerze auf den Teller und zündet sie mit dem Feuerzeug an. Vorher weist sie die Kinder noch darauf hin, dass sie das Experiment nicht alleine zu Hause nachmachen dürfen, sondern nur unter der Aufsicht der Eltern. Johann darf den Löffel über die Kerze halten und alle warten gespannt darauf, was wohl passiert. Als die Kinder den Löffel herumgeben und darunter schauen, sind alle erstaunt: Der Löffel ist von unten schwarz geworden.

Nun will Stephanie Grafenberger von den Kindern wissen, woher denn das Schwarze unter dem Löffel wohl kommt. "Das ist Qualm!", glaubt Oscar. "Das kommt vom Feuer!" ist der Vorschlag eines anderen Kindes. Schließlich erklärt die Erzieherin, dass es sich dabei um Ruß handelt, der bei Feuer entsteht und stellt so den Zusammenhang zum Schornsteinfeger her. "Wenn man einen Kamin hat und der brennt, entsteht im Schornstein Ruß, so wie unter dem Löffel. Und den muss der Schornsteinfeger dann wegmachen, damit die Leute weiterheizen können und der Qualm abziehen kann."

Die Kinder erfahren darüber hinaus, dass früher nur mit Feuer geheizt wurde, weil es noch keine Heizungen gab und dass der Schornsteinfeger als Glücksbringer gilt, weil er die Menschen durch seine Arbeit vor Gefahr bewahrt hat. Das verstehen die Kinder und wissen jetzt auch, warum der Schornsteinfeger schwarz und nicht weiß gekleidet ist.

(RP)