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Meerbusch: Leben im Park Haus Meer

Meerbusch : Leben im Park Haus Meer

Am Denkmaltag war auf dem früheren Klostergelände Haus Meer einiges los: Insbesondere Reinhard Lutums Führungen durch den Weyhe-Park waren sehr gefragt. In Lank-Latum standen Friedhof und Kirche im Fokus.

Büderich Das Wetter war launisch und wechselhaft. Aber das Engagement derjenigen, denen die Zukunft von Haus Meer am Herzen liegt, bleibt beständig druckvoll. Das zeigte sich zum "Tag des offenen Denkmals", der unter dem Motto "Romantik, Realismus, Revolution — das 19. Jahrhundert" stand und damit den 1865 realisierten Landschaftspark am Haus Meer einschließt.

Der Park stellte zum wiederholten Male den Rahmen für ein abwechslungsreiches Programm und zeigte den Besuchern, die sich auch von Regenschauern nicht abhalten ließen, was er alles zu bieten hat. Sehr stimmungsvoll war der Vortrag der Balletttänzerinnen unter Greetje Groenendijk zur Musik von Dietrich Buxtehude. Die Elevinnen tanzten auf dem von dem Künstler Sven Rünger gestalteten Labyrinth. "Wir sind zum ersten Mal in Gummistiefeln aufgetreten", so die Ballettmeisterin lachend.

Kultur bot auch der Gospelchor der Musikschule Music Art Osterath, der für seine Darbietung viel Applaus erhielt. Zum ersten Mal präsentierten sich Handwerksbetriebe aus "Das Team im Denkmalschutz". Dazu kündigte Initiator Michael Hündgen an: "Wir haben noch viel, viel mehr vor." Wer nach dem Betrachten der Objektkunst von Werner Jansen und den Informationen unterschiedlicher Institutionen eine Stärkung brauchte, konnte sich am Stand des Premium-Caterers Broich mit gesponsertem Hähnchenbrustfilet auf Spitzkohlsalat und anderen Leckereien etwas Gutes tun.

Beachtlichen Zulauf hatte wieder einmal Reinhard Lutum, Denkmalpflege. Seine Park-Führungen sind auch für den Nachwuchs interessant. "Die Ausgrabungen finde ich spannend", so der zwölfjährige Andreas. Das Interesse an Haus Meer ist ungebrochen. Dennoch fragen sich Elisabeth Janssen, Sprecherin Aktionsgemeinschaft Rettet Haus Meer, Dr. Herbert Jacobs, Leiter Förderverein Haus Meer, und Ludwig Petry, Leiter Ortskuratoriums Meerbusch der Stiftung Denkmalschutz, wie es weitergeht. Zwar waren Bürgermeister Dieter Spindler, Planungsdezernent Dr. Just Gerard, Landtags-Vize-Präsident Oliver Keymis (Bündnis 90/Die Grünen), Gesine Wellhausen (FDP), Ilse Niederdellmann und Georg Neuhausen (SPD) sowie Werner Damblon, Carsten Herlitz und Franz-Josef Radmacher (CDU) zum Denkmaltag vor Ort.

"Aber es fehlt die Entscheidung, dass etwas mit dem Gelände passiert", ärgert sich Elisabeth Janssen. Die Politik müsse sich endlich bewegen, "sonst war unser über Jahre andauerndes Engagement vergeblich."

(RP/rl)