Meerbusch: Lanks Damen benötigen viel Zuspruch

Meerbusch : Lanks Damen benötigen viel Zuspruch

Das Selbstbewusstsein der Oberliga-Handballerinnen ist derzeit am Boden. Dennoch fordert Trainer Martin Abts, den Negativtrend zu unterbrechen. Das wird schwer: Neben personellen Sorgen wartet Angstgegner SV Straelen

Vor einer schweren Aufgabe stehen heute die Oberliga-Handballerinnen des TuS Treudeutsch Lank. Nach ihren beiden ernüchternden Debakeln bei der Turnerschaft St. Tönis (21:35) und in eigener Halle gegen den TV Lobberich (21:34) müssen sie nun ausgerechnet beim Angstgegner SV Straelen antreten (17.30 Uhr, Stadthalle, Fontanestraße, in Straelen).

Straelen hat einen Punkt Vorsprung vor den Lankerinnen und rangiert auf dem fünften Platz. Die Mannschaft spielt einen schnellen Ball und agiert in der Abwehr gewöhnlich sehr aggressiv und giftig. Das Hinspiel hatte Lank mit 22:24 in eigener Halle verloren, es blieb bis zum elften Spieltag ihre einzige Niederlage. Für die Lankerinnen geht es an der niederländischen Grenze darum, den Anschluss nach oben nicht noch weiter zu verlieren und vollends im Niemandsland des Tabellenmittelfeldes zu verschwinden.

Von der Vize-Meisterschaft träumt bei den Blau-Weißen nach den beiden Pleiten jedenfalls niemand mehr. Das verbietet sich nicht nur, weil der zweite Platz nun schon sechs Zähler entfernt ist. Auch spielerisch ist das Team derzeit meilenweit von solchen Ansprüchen entfernt. Das liegt zum großen Teil an den anhaltend großen personellen Problemen. Aus diesem Grund ist Lanks Trainer Martin Abts immer wieder dazu gezwungen, zu improvisieren. "Wenn die etatmäßige Linksaußen plötzlich in der Rückraum-Mitte spielen muss, dann funktionieren die einstudierten Abläufe nicht mehr", sagt der TDL-Coach.

Nun fällt neben den Dauerverletzten Britta Bellers, Mira van Boesekom, Sara Rayami und Asja Lippert darüber hinaus auch noch Laura Becker aus. Sie hatte sich in der Partie gegen Lobberich einen Finger gebrochen. Fraglich ist zudem der Einsatz von Julia Davids, die bereits beim jüngsten Heimspiel wegen einer Erkrankung passen musste. Auch unter der Woche hatte sie sämtliche Trainingseinheiten ausfallen lassen müssen. "Selbst wenn sie mit nach Straelen fahren kann, so wird sie über nicht genügend Kraft verfügen und wahrscheinlich nicht länger als zehn Minuten spielen können", vermutet der Trainer. Zurück zum Team stoßen wird hingegen Alexandra Pallinger. Sie hatte zuletzt Lanks Zweitvertretung in ihrem Kampf gegen den Abstieg geholfen.

Neben den zahlreichen personellen Sorgen ist Abts vor der Partie in Straelen auch als Psychologe gefragt. Denn nach den jüngsten Pleiten seiner Lanker Handballerinnen ist das Selbstbewusstsein seiner Spielerinnen am Boden. "Die Mannschaft braucht dringend wieder ein Erfolgserlebnis", sagt der Coach. Das wird zwar gegen Straelen schwer, doch das Team will angreifen.

(RP)
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