Meerbusch: Künstler öffnen ihre Ateliers

Meerbusch : Künstler öffnen ihre Ateliers

Die Aktion "Arbeitsplatz Kunst" findet mittlerweile in fast allen Städten und Gemeinden des Rhein-Kreises Neuss statt. An zwei Tagen, am 15. und 16. Mai, öffnen 153 Künstler, davon 13 Meerbuscher, ihre Ateliers für Besucher.

Rhein-kreis neuss (NGZ/RP) Was ist das? Was meint es? Warum ist es so und nicht anders? Immer wieder stehen Menschen ratlos in Ausstellungen und Galerien vor den Objekten zeitgenössischer Künstler. Wer dagegen je einen Künstler in seinem Atelier besucht hat, seine Arbeitsweise kennengelernt und mit ihm über Ziele und Anliegen seiner Arbeit gesprochen hat, erfährt: Der Blick auf den Schaffensprozess ist nicht nur überaus erkenntnisreich und spannend, sondern macht oft auch die Essenz und Intention seiner Objekte nachvollziehbar und verständlich.

Eine gute Chance zu solchen Einblicken, Begegnungen und Gesprächen bietet am 15. und 16. Mai die Aktion "Arbeitsplatz Kunst". An zwei Tagen öffnen insgesamt 153 Künstler aus fast allen Gemeinden des Rhein-Kreises Neuss ihre Ateliers für Besucher: "Ausdrückliches Ziel ist der Austausch mit den Künstlern, zu dem es bei Ausstellungen oft gar keine Gelegenheit gibt," erklärt Christian Weber vom Neusser Kulturamt. Zum achten Mal laden die Kommunen in Zusammenarbeit mit den Künstlern zu diesen Atelierbesuchen ein: "Ursprünglich wollten wir ein Gegengewicht schaffen zu den Düsseldorfer Kunstpunkten, um zu zeigen, dass auch der Kreis Neuss einiges zu bieten hat", erläutert Weber und verspricht: "Die Aktion zeigt eine große Bandbreite an Kunstschaffenden von Autodidakten bis zu Absolventen der Kunstakademie."

Nachdem sich 2009 erstmalig Meerbusch an der Aktion beteiligte, sind in diesem Jahr Dormagener Künstler neu dabei: "Auch wenn das für uns noch Neuland ist, beteiligen sich zehn Dormagener Künstler", sagt Ulrich Millen vom Kultur- und Sportbetrieb Dormagen. "Als letzte Gemeinde des Kreises hat auch Rommerskirchen schon erste leichte Signale gesetzt, dass eine Beteiligung im kommenden Jahr erwogen wird", berichtet Hauptorganisatorin Birgit Küttner, "dann wäre es endgültig eine kreisweite Aktion."

Begeistert von der Teamarbeit ist Stefan Pelzer-Florack vom Grevenbroicher Fachbereich Bildung, Freizeit, Kultur ebenso wie sein Meerbuscher Kollege Peter Lorenz. Attraktiv dürfte in Osterath nicht zuletzt der Blick in die vier neuen Ateliers am Alten Güterbahnhof sein, verrät Lorenz. 13 Meerbuscher Künstler beteiligen sich in diesem Jahr. Mit von der Partie sind Marlis Blauth, Walter Brechmann, Monica Ana Capresa, Erika Danes, Beate Dohme, Malgorzata Klaus, Wally Kreuz, Gerda Kreuzer-Hemmers, Arno Mair-Grüneklee, Peter Schmidt, Karin Schöllgen, Sigrid van Sierenberg und Wolfgang Wolter. Gisela Bretz, die ihr Atelier in Knechtsteden hat, wird zusätzlich am Samstag im Alten Güterbahnhof in Osterath einen Teil ihrer Werke zeigen. "Ich bin froh, dass wir mit einer so großen Künstlerschar vertreten sind", sagt Meerbuschs Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage.

(RP)
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