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Künstler aus Meerbusch entwirft Postkarten und Poster zum 50.

50 Jahre Meerbusch : Meerbusch im Postkartenformat

Seit 30 Jahren wohnt David Norman in Meerbusch. Zum 50. Geburtstag wollte der Grafiker seiner Wahlheimat ein künstlerisches Denkmal setzen. Entstanden sind neun Postkarten- und Postermotive, die mitunter ungewöhnliche Perspektiven auf die Stadt zeigen.

David Norman verbringt seinen Sommerurlaub gerne in Frankreich. Dort begeistern ihn – neben der Landschaft und dem warmen Klima – insbesondere die Postkartenmotive der Souvenirläden, die ihm als Grafiker besonders ins Auge fallen. „Ich bin ein großer Fan des mediterranen Stils“, erzählt er. Und so kam er in diesem Jahr auf die Idee, anlässlich des anstehenden 50. Geburtstags der Stadt eine Postkarten- und Posterserie für Meerbusch im besagten mediterranen Stil zu entwerfen. Auf insgesamt neun verschiedenen Motiven zeigt er bekannte und weniger bekannte Wahrzeichen der Stadtteile.

Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass Norman der Stadt ein künstlerisches Denkmal setzt. So hat der Lanker bereits das Wimmelbild „Der Meerbuscher“ designt. Auch das Buch „Tour de Meerbusch“ hat er geschrieben und illustriert. An seiner neuen Motivserie hat er insgesamt fünf Wochen gearbeitet. „Ich wollte meinen Beitrag zu dem Geburtstag leisten.“ Acht Bilder zeigen dabei jeweils ein Charakteristikum der jeweiligen Meerbuscher Stadtteile, zudem zeigt ein weiteres Motiv das Teehäuschen, das stellvertretend für die gesamte Stadt steht, obwohl er es eigentlich für Büderich nehmen wollte. „Aber als ich der Stadt die Motive gezeigt habe, sagte man mir, dass das Teehäuschen eher mit der gesamten Stadt verbunden wird.“ Deshalb suchte er ein neues Motiv und wählte schließlich den Landsknecht für Büderich.

Für die übrigen Bilder hat er jeweils bekannte, aber auch weniger bekannte Perspektiven gewählt. So zeichnete er Schloss Pesch für Ossum-Bösinghoven, den Bahnhof für Osterath oder die Flughafenbrücke für Ilverich. Das Besondere an den Bildern ist, dass Norman bekannte Motive abbildet, sie aber durch die Farbgestaltung und Perspektive eine ganz andere Wirkung als auf einer Fotografie bekommen. Das zeigt sich insbesondere bei seinem Motiv für Lank-Latum, das den bekannten Wasserturm zeigt. Das entstandene Bild erinnert fast schon an ein Filmplakat für einen Science-Fiction-Film aus den 1970er Jahren.

Einige Poster zeigen dagegen Motive, an die man nicht sofort denken würde. So zum Beispiel im Fall von Langst-Kierst, wo Norman die Kommandobrücke der Rheinfähre abgebildet hat, oder auch bei dem Bild für Strümp, auf dem die berühmte Tankstelle zu sehen ist, die bereits häufig Drehort für TV- und Kinoproduktionen war.

Da David Norman seine Bilder im Stil der von ihm bewunderten mediterranen Postkarten gestaltet hat, liegt die Frage auf der Hand, ob Meerbusch denn auch etwas Mediterranes hat. Seiner Meinung nach definitiv. Seien es die warmen Sommer oder auch die vielen südländischen Restaurants. Ohnehin fühlt sich der gebürtige Ire in Meerbusch wohl, 1989 zog er von Düsseldorf nach Lank-Latum. „Meerbusch hat alles außer Berge.“ Ob Wald, Wiesen, Rhein und Seen zur Erholung oder die Mischung aus großen und kleinen Stadtteilen – es gibt nichts, was David Norman hier vermissen würde. Im Gegenteil: Meerbusch hat darüber hinaus viele große und kleine Sehenswürdigkeiten, die das Stadtbild prägen, wie er mit seinen Bildern bewiesen hat. Auch wenn einem diese Charakteristiken oft gar nicht auffallen mögen.

Info Die Motive gibt es wahlweise als Postkarte (2,90 Euro) oder als Poster in der Größe 50 mal 70 Zentimeter (25 Euro) und können im lokalen Handel oder online auf der Webseite davidnormansart.de erworben werden.