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Künstler aus Meerbusch bei der Aktion "Arbeitsplatz Kunst"

Kultur in Meerbusch : Am Wochenende Kunst hautnah erleben

Bei der kreisweiten Aktion „Arbeitsplatz Kunst“ am 6. und 7. November machen auch elf Kulturschaffende aus Meerbusch mit. Im zweiten Teil der Reihe stellen wir sechs Künstler vor, die sich über viele Besucher freuen.

Am Samstag und Sonntag, 6. und 7. November, öffnen beim „Arbeitsplatz Kunst“ kreisweit mehrere Künstler ihre Ateliers. Die Rhein-Kreis Neuss Aktion wurde vom Frühjahr auf den Herbst verschoben. Aus Meerbusch sind elf Kunstschaffende dabei. Fünf Künstler aus Osterath haben wir bereits vorgestellt (Ausgabe 3. November). Heute folgen weitere sechs, die sich nach einer langen Corona-Pause auf zahlreiche neugierige Besucher freuen. Denn die Kreativen haben sich während dieser Phase nicht ausgeruht, sondern stattdessen neue Techniken ausprobiert und sich mit anderen Themen beschäftigt.


Lothar Taube etwa, freischaffender Künstler und selbstständiger Grafiker in Büderich, hat in der Zwischenzeit zu seinem Thema „Unterwegs“ weitere Tuschezeichnungen mit Motiven aus Madeira und Fuerteventura geschaffen. Außerdem beobachtet er die Stadtentwicklung Düsseldorfs aus neuen Blickwinkeln und sagt: „Aber der Rheindamm in Büderich ist nach wie vor eines meiner Lieblingsmotive.“ Er zeigt außerdem aus seinem Portfolio Acryl- und Mixed-Media-Arbeiten der vergangenen Jahre.

 Michaela Kura hat beim Wettbewerb MEERkunst 2020 gewonnen. Das Foto zeigt sie bei der Arbeit für die dort prämierte Skulptur.
Michaela Kura hat beim Wettbewerb MEERkunst 2020 gewonnen. Das Foto zeigt sie bei der Arbeit für die dort prämierte Skulptur. Foto: Michaela Kura
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Michaela Kura, Grafik-Designerin und Texterin, öffnet ihre Werkräume am Wochenende ebenfalls, allerdings zu anderen Zeiten. Denn sie nebenbei noch Workshops für Zehn- bis 14-Jährige laufen. In ihrem Atelier sind Malerei, Zeichnung, Collage auf Papier, Leinwand und Holz zu sehen. Außerdem zeigt sie Skulpturen aus Pappmaché und Holz (darunter auch die prämierte Skulptur „Einblicke“ des Wettbewerbs MEERkunst 2020) sowie digitale Fotosynthesen.

 Bei Wally Kreuz können die Besucher kleine Skizzen malen.
Bei Wally Kreuz können die Besucher kleine Skizzen malen. Foto: Kreuz

Barbara Wylon, Kunstdozentin und freischaffende Künstlerin, hat beim „Arbeitsplatz Kunst“ ebenfalls geänderte Öffnungszeiten. Sie leitet bei der Volkshochschule Workshops und kann deshalb nur am Sonntag öffnen. Aber ein Atelier-Besuch lohnt sich: „Ich habe mich mit vielen Themen auseinandergesetzt und sie malerisch umgesetzt.“ So ist eine Bilder-Serie entstanden, die in der Farblichkeit sehr minimalistisch und zurückhaltend ist. Die Natur spielt in ihren Arbeiten – die Technik wurde ein wenig verändert – eine sehr große Rolle: „Dazu habe ich neue Ideen entwickelt.“

 Martin Zieburg arbeitet auf verschiedenen Malgründen.
Martin Zieburg arbeitet auf verschiedenen Malgründen. Foto: A. Kraft

Martin Zieburg, Künstler und Musiker, beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit Landschaften. „Ich arbeite auf unterschiedlichen Malgründen – auf Leinwand, verschiedenen Holzfaserplatten und auf Papier.“ Dabei verwendet er Öl, Acryl, Gouache und Aquarellstifte. Zieburg: „Mich interessiert die Malerei aus dem Inneren heraus, und so entstehen auch meine Bilder.“

Wally Kreuz lädt die Besucher in ihrem Atelier in Bösinghoven ein, beim „Arbeitsplatz Kunst“ selbst künstlerisch aktiv zu werden: „Wer möchte, kann kleine Skizzen anfertigen“, kündigt sie an. Die Arbeiten der Produktgestalterin bestehen aus Acryl-Ölmalerei, Aquarellen, Zeichnungen sowie Kleinkunst und haben den Schwerpunkt „Urban Sketching“. Wally Kreuz erklärt: „In meinen Skizzenbüchern gibt es Infos zu diesem Thema.“

Thorsten Klein widmet sich in Ossum komplett anders gelagerten Kunstobjekten. Er arbeitet mit Holz und Eisen und erklärt: „Mir ist es noch immer ein Anliegen, den Menschen zu vermitteln, wie schön und wertvoll Holz in all seinen Facetten sein kann.“ Die angewandte Kunst spielt in den Objekten eine tragende Rolle: „Ich glaube, dass ich so am besten die Faszination des Werkstoffs Holz nahe bringen kann.“ Er liebt die Gegenüberstellung von Holz und Eisen und das Zusammenbringen beider Materialien: „Sie zu einem sinn- und kunstvollen Kontext zusammenzubringen, ist meine Leidenschaft.“

Die Besucher aller Ateliers erwartet also eine große künstlerische Vielfalt. Die Gelegenheit, dem Ursprung und damit der Künstlerin oder dem Künstler so nahe zu sein, bietet sich selten. Und gerade jetzt, nach der langen Pause, ist persönlicher Kontakt besonders wichtig.