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Meerbusch: Kritik an kurzfristiger Einladung

Meerbusch : Kritik an kurzfristiger Einladung

Heute Abend veranstaltet die Stadt in der Realschule Osterath um 19.30 Uhr eine Bürgerversammlung, Pläne liegen ab 19 Uhr aus. Dabei geht es auch um die Frage, ob Einzelhandel in Frischemarkt-Größe außerhalb des Osterather Ortszentrums verträglich sein soll oder nicht. Die Stadt ist durch das Baugesetzbuch zur Abhaltung der so genannten Frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit verpflichtet, da es um die Änderung des Flächennutzungsplans geht.

Die Veranstaltung birgt gleich doppelten Ärger. Zum einen ist das Thema Frischemarkt in Osterath umstritten, Einzelhändler fürchten eine Verödung des Ortskerns. Zum anderen hat die Stadt die Veranstaltung unter der schwer verständlichen Überschrift "110. Änderung des Flächennutzungsplans, Festlegung von Zentralen Versorgungsbereichen, Nahversorgungszentren und Siedlungsschwerpunkten" zunächst lediglich am 25. März auf Seite sieben des Amtsblatts angekündigt.

Die Einladung an Presse und Politik wurde erst wenige Tage vor der Veranstaltung verschickt. Im Terminkalender der städtischen Internetseite wird für heute zwar ein Spaziergang durch den Haus-Meer-Park angekündigt, die Bürgerversammlung jedoch nicht.

"So entsteht der Eindruck, dass die Verwaltung nicht möchte, dass all zu viele Bürger kommen und kritische Fragen stellen", merkt FDP-Fraktionschefin Gesine Wellhausen an. Die Liberalen, die den Frischemarkt ablehnen, reagierten gestern mit einer Flugblattaktion (Motto: "Osterather, aufgepasst!"), in der sie gezielt örtliche Geschäftsleute einladen, an der Versammlung teilzunehmen und dort Bedenken anzumelden. Frage des Tages

(RP)