Meerbusch: Kreistag: Resolution zu Konverter

Meerbusch: Kreistag: Resolution zu Konverter

Nach dem Meerbuscher Stadtrat dürfte nun auch der Kreistag des Rhein-Kreises Neuss eine Resolution gegen den von Netzbetreiber Amprion geplanten Konverter-Standort Osterath verabschieden. Bei der nächsten Sitzung am Mittwoch, 19. Dezember, steht die Abstimmung über eine entsprechende Erklärung auf der Tagesordnung.

Getagt wird ab 15 Uhr im Kreishaus Grevenbroich, Auf der Schanze 4. Der Planungs- und Umweltausschuss des Kreistags hat den Text bereits beschlossen. Daher gilt eine Verabschiedung durch den Kreistag als verhältnismäßig sicher. Die Sitzung ist öffentlich.

Kernsatz der Resolution: "Der Rhein-Kreis hält diesen Standort am Rand der Wohnbebauung für die geplante Konverteranlage für ungeeignet und lehnt sie ab". Der Bundestag solle aufgefordert werden, "die frühzeitige und umfassende Beteiligung der kommunalen Gebietskörperschaften und der betroffenen Bürger im Verfahren sicherzustellen". "Örtliche Gegebenheiten" sollten bei der Planung der Leitungskorridore berücksichtigt werden. Schlusssatz: "Die Bundesnetzagentur und Amprion werden aufgefordert, für ihren Vorschlag eine Alternativplanung zu erarbeiten und den kommunalen Gremien zur Beratung und Abstimmung vorzulegen".

Im Süden von Osterath, anschließend an das bereits seit vielen Jahren bestehende Umspannwerk, ist der Bau einer Konverteranlage auf einem etwa 100 000 Quadratmeter großen Grundstück geplant. Zentrales Bauwerk soll eine 100 x 200 Meter große und 20 Meter hohe Halle sein. Dort soll Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt werden – und umgekehrt. Es wäre ein zentraler Knotenpunkt der geplanten "Stromautobahn" zwischen Nordsee und Baden-Württemberg.

Die Meerbuscher Konverter-Gegner wollen Mittwochmittag die Dortmunder Amprion-Zentrale besuchen und den Netzbetreiber an den breiten Bürger-Widerstand gegen das Großprojekt zu erinnern. Für die Fahrt haben sie extra einen Bus gemietet.

(jps)
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