Meerbusch: Konverter: Protestlawine aus Meerbusch

Meerbusch: Konverter: Protestlawine aus Meerbusch

Meerbuscher schreiben fast zwei Drittel aller Einwendungen gegen den Netzentwicklungsplan Strom

Die "Initiative gegen den Doppelkonverter Osterath" hat ganze Arbeit geleistet. Von den bundesweit 3300 Einwendungen gegen den Netzentwicklungsplan Strom kommen mehr als 2000 aus Meerbusch. Das teilte eine Sprecherin der Bundesnetzagentur auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die Anzahl allein habe jedoch wenig zu bedeuten, erklärte die Sprecherin. "Uns geht es darum, individuelle Gründe zu erfahren." Gerade aus Meerbusch seien jedoch sehr viele Mustereinsendungen gekommen.

Bis 2. November konnten Bürger gegen den so genannten Netzentwicklungsplan Strom Einwendungen an die Behörde schicken. Er sieht vor, dass zwischen Krefeld und Köln ein Konverter errichtet werden soll. Der Netzbetreiber Amprion hat angekündigt, dass der Konverter mit einer Grundfläche von 100 000 Quadratmetern in Osterath gebaut werden soll. Meerbuschs SPD-Bundestagsabgeordneter Bernd Scheelen kritisierte Amprion jetzt in einem Brief an Bundesumweltminister Peter Altmaier (CSU).

"Der Netzbetreiber hat sich durch seine späte Information dem Verdacht ausgesetzt, hier eigene ökonomische Interessen zu verfolgen, die nicht unmittelbar mit der nationalen Aufgabe der Ertüchtigung unserer Stromtrassen zu tun haben." Scheelen forderte den Minister zu einer vorgezogenen gesundheitlichen Verträglichkeitsprüfung des Konverters auf.

(mrö)