Meerbusch: Konverter: "Amprion soll konkret werden"

Meerbusch: Konverter: "Amprion soll konkret werden"

Die "Initiative gegen den Doppelkonverter Osterath" kritisiert die Ankündigung der Firma Amprion, den umstrittenen Standort Osterath in die engere Wahl zu nehmen. Der Stromnetzbetreiber wird voraussichtlich zwei der vier bestgeeigneten Standorte zurückstellen.

Amprion-Sprecherin Joëlle Bouillon sprach von einer "sehr deutlichen Tendenz". Demnach bleiben nur noch zwei Standorte übrig: Neben einer Fläche am Umspannwerk Gohr interessiert sich Amprion für das Feld am Ingerweg in Osterath. "Wir fordern konkrete Informationen von Amprion zur Standortwahl und zu den Zeitplänen", sagt Norma Köser-Voitz, Sprecherin der Initiative. "Bislang haben wir nichts." Deshalb werden die Meerbuscher am kommenden Dienstag mit zwölf Initiativen aus dem gesamten Rhein-Kreis an der Planungsausschusssitzung in Grevenbroich teilnehmen. Dort werden sie die Amprion-Vertreter zu konkreten Aussagen auffordern.

Schon bei der Auswahl der im Juni präsentierten sechs Standorte stand nicht das Schutzgut "Mensch", sondern die technische Machbarkeit im Vordergrund, heißt es in einer Stellungnahme der Initiative. "Wann beginnt endlich die Suche nach einem menschen- und umweltverträglichen Standort", fragt Kirsten Danes von der Bürgerinitiative. Hier sei die Politik gefordert, sich deutlich für die Interessen der Bürger gegenüber Amprion einzusetzen. Außerdem habe die Initiative wiederholt darauf hingewiesen, dass der Abstand zur Wohnbebauung oberstes Kriterium bei der Auswahl eines geeigneten Standortes sein muss.

(mro)
Mehr von RP ONLINE