Meerbusch: Konverter: Ältestenrat tagt

Meerbusch: Konverter: Ältestenrat tagt

Wegen des geplanten 20 000 Quadratmeter großen Konverters in Osterath wird der Ältestenrat der Stadt Meerbusch zusammentreten. Amprion sicherte am Freitag zu, die offenen Fragen der Stadt schnell zu beantworten.

Der geplante Bau eines 100 x 200 Meter großen, 20 Meter hohen Doppel-Konverters am Ingerweg in Osterath wird jetzt auch den Ältestenrat der Stadt Meerbusch beschäftigen. Dezernentin Angelika Mielke-Westerlage lud das Gremium am Freitag in Vertretung von Bürgermeister Dieter Spindler (CDU) zu einer Sitzung am 24. Oktober ein; beantragt hatte das die UWG-Fraktion. Harsche Kritik äußerte der UWG-Fraktionsvorsitzende Christian Staudinger-Napp am Bürgermeister. "Das darf ja wohl nicht wahr sein — Osterath brennt lichterloh, und Herr Spindler geht erstmal in den Urlaub."

Die Stadt Meerbusch lehnt den Bau des Konverters ab. Am 10. Juli hatte der Bürgermeister eine 15 Punkte umfassende Einwendung an die Bundesnetzagentur geschickt. Am Dienstagabend gründete sich auch eine Bürgerinitiative gegen Meerbuschs größtes Bauwerk. Mehr als 300 Osterather besuchten die Gründungsversammlung. Am 2. November endet die Einspruchsfrist gegen den Netzentwicklungsplan.

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Der Ältestenrat ist zwar kein Beschlussgremium, in ihm wird aber das gemeinsame politische Vorgehen der Fraktionen besprochen. Seine Sitzungen sind nicht öffentlich. Tags drauf, am 25. Oktober, wird der Konverter auch Thema im Stadtrat. "Wir haben die Sitzung des Ältestenrates bewusst einen Tag vor die Ratssitzung gelegt, um genügend Zeit zu haben, mögliche Anregungen auszurecherchieren", erklärte Mielke-Westerlage.

Die Firma Amprion, die die Stromautobahn und auch den Konverter im Auftrag der Bundesregierung bauen soll, bedauerte Freitag, dass die bereits im Juli von der Stadt Meerbusch gestellten Fragen bislang nicht beantwortet wurden. "Wir hätten darauf antworten sollen. Das ist schief gelaufen", erklärte Unternehmenssprecher Andreas Preuß. Die Antworten sollten am Freitag an die Stadt Meerbusch geschickt werden. Grundsätzlich könne Amprion zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Details zu dem geplanten Doppel-Konverter geben. "Erst wenn der Bundestag die Trasse beschlossen hat, können wir in die konkrete Planung gehen." Die werde Amprion gerne in Meerbusch vorstellen.

(RP/ac)