1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbusch: Klopapier-Posse im Bürgerhaus Lank

Meerbusch : Klopapier-Posse im Bürgerhaus Lank

Ein dreister Diebstahl, der sich angeblich jeden Freitag im Bürgerhaus in Lank ereignet, beschäftigt derzeit die Stadt. Es geht um Zoff auf einer öffentlichen Toilette, weil auf dem Stillen Örtchen offenbar regelmäßig das Klopapier fehlt. Da hat sich offenbar bei einem unbekannten Benutzer eine Menge Ärger aufgestaut – nun will er den mutmaßlichen Dieb erwischen.

Ein dreister Diebstahl, der sich angeblich jeden Freitag im Bürgerhaus in Lank ereignet, beschäftigt derzeit die Stadt. Es geht um Zoff auf einer öffentlichen Toilette, weil auf dem Stillen Örtchen offenbar regelmäßig das Klopapier fehlt. Da hat sich offenbar bei einem unbekannten Benutzer eine Menge Ärger aufgestaut — nun will er den mutmaßlichen Dieb erwischen.

Briefeschreiber droht dem Dieb

Der Vorwurf: Jeden Freitag werde im Bürgerhaus das Toilettenpapier gestohlen. Zumindest behauptet das ein anonymer Aushang, der seit einigen Tagen an der Wand des Aborts hängt. In dem Schreiben bittet der Verfasser den Dieb, auf seine Taten künftig zu verzichten und das Papier an seinem Bestimmungsort zu belassen. "Wir bemerken schon, dass leider jeden Freitag der Vorrat des Toilettenpapiers entwendet wird. Das muss doch wohl nicht sein. Bitte denken Sie an nachfolgende Benutzer und lassen den Diebstahl sein. Sollte sich die Situation nicht verbessern, sehen wir uns gezwungen, andere Maßnahmen vorzunehmen", heißt es in dem Aushang. Mit welchen Maßnahmen er dem Klopapierdieb das Handwerk legen möchte, verschweigt der Verfasser des Briefes.

Die Stadtverwaltung weiß gar nichts von der angeblichen Diebstahlserie auf dem Klo im Bürgerhaus. "Weder beim Reinigungsdienst noch im Fachbereich Service Immobilien ist etwas aufgefallen", erklärte Stadtsprecherin Anette Jost gestern unserer Zeitung. "Wenn in größerem Stil etwas verschwunden wäre, wäre das bemerkt worden." Mehr noch: Auch über den öffentlichen Brief auf dem Stillen Örtchen, der gestern noch dort hing, oder über den Verfasser ist bei der Stadt nichts bekannt — das Schreiben trägt auch keine Unterschrift oder einen städtischen Briefkopf. "Das ist mir ein Rätsel", erklärte Anette Jost.

(RP)