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Meerbusch: Klagen über DSL-Werber auch in Nierst

Meerbusch : Klagen über DSL-Werber auch in Nierst

Beim Nierster Bürgerverein herrscht Ärger über Werber, die DSL-Verträge der Telekom mit Zusatzleistungen verkaufen, die die Kunden teilweise gar nicht wollten. "Soeben bin ich auf einen dieser Vertriebsmenschen hereingefallen, der im Namen und im Outfit der Telekom auftritt", schreibt ein Nierster an den Bürgerverein.

Der Betroffene war bereits vorher Telekom-Kunde und zahlt 34,95 Euro pro Monat. Der Werber habe ihm dann einen Vertrag zur Nutzung der neuen DSL-Leitung vorgelegt und gleich um Unterschrift gebeten. Aus "technischen Gründen" sei eine Änderung des bestehenden Vertrags nötig, sonst könne die Glasfaserleitung nicht genutzt werden. An der Gebühr ändere sich aber nichts, habe der Besucher versichert. Tatsächlich sei ihm dann jedoch der Tarif "Entertain SAT" verkauft worden, der auch Internet-Fernsehen beinhaltet und fünf Euro teurer ist. "Somit hätte ich im Jahr 60 Euro Mehrkosten für Internet-Fernsehen, das ich gar nicht will", ärgert sich der Nierster, der umgehend vom Vertrag zurücktrat. Bei der Bürgerversammlung des Nierster Vereins erzählten mehrere Bürger ähnliche Geschichten. Immer wieder ging es um den Abschluss von zusätzlichen "Entertainment-Paketen" und DSL-Anschlüssen, die sich als deutlich langsamer entpuppten als erhofft.

Telekom-Sprecher André Hofmann weist darauf hin, dass die Telekom der einzige Anbieter ist, der das DSL-Netz in Meerbusch ausbaut. Darüber versuche man die Bürger durch Besuche zu informieren. Aber niemand müsse sich beraten lassen. Wer sich durch DSL-Vertreter über den Tisch gezogen fühle, solle dies der Telekom melden — am besten unter Nennung von Datum und Namen des Beraters. Sollten Berater "gegen die Spielregeln verstoßen haben", werde die Telekom dies hart ahnden.

(RP)