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Meerbusch: Kind angesprochen - Polizei warnt vor Panik

Meerbusch : Kind angesprochen - Polizei warnt vor Panik

Seit in Meerbusch ein siebenjähriges Mädchen von Unbekannten angeblich dazu gedrängt worden sein soll, in einen Bus zu steigen, mehren sich Meldungen über ähnliche Vorfälle. Die Polizei warnt vor Panikmache — und gibt Tipps.

Per Facebook und via WhatsApp-Gruppen verbreiten sich in diesen Tagen beängstigende Nachrichten: Nachdem ein siebenjähriges Mädchen auf seinem Schulweg in Büderich von Fremden angesprochen worden ist, informieren sich Eltern gegenseitig über weitere angebliche Vorfälle in Lank, in Kaarst, im Neusser Norden und im Kreis Viersen - auch dort sollen Kinder angelockt worden sein. Die Polizei ist allen Fällen - allein in Kaarst wurden sieben gemeldet - nachgegangen und konnte stets Entwarnung geben. In Lank beispielsweise entpuppte sich der "böse grinsende Mann" als Zusteller eines Anzeigenblatts.

"Wir können die Sorgen der Eltern sehr gut nachvollziehen", sagt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold. Die Behörde gehe jedem Hinweis mit großer Sorgfalt nach, betonte er. Er warnte aber vor Panikmache. "In allen der Polizei bisher bekannten Fällen gibt es keine konkreten Hinweise auf ein strafrechtliches Verhalten oder auf eine konkrete Gefährdung für Kinder." Wegen der Vielzahl der mitgeteilten Vorfälle über das verdächtige Ansprechen von Kindern, mit vielfacher Nutzung von Facebook & Co., gebe es sowohl unter den Eltern als auch an den Schulen und Kindergärten eine Unruhe, die sich täglich potenziere und auf angrenzende Gebiete überschwappe. "Etliche Eltern sind deshalb in größter Sorge", weiß Arnold. "Hierzu besteht kein Anlass!"

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Durch viele Gespräche mit Kindern in Schulen, mit Eltern aber auch untereinander seien die Schüler höchst sensibilisiert und erlebten Alltagssituationen als vermeintlich gefährlich. Der Polizeisprecher betont: "Alle Streifen der Polizei im Rhein-Kreis Neuss, Streifenwagenbesatzungen, Bezirksbeamte und zivile Einsatzkräfte sind für die Sorgen von Eltern und Kindern sensibilisiert." Die Polizei rät Eltern, mit ihren Kindern zu sprechen und hat Tipps für das sichere Verhalten auf dem Schulweg zusammengestellt.

Im Fall der Siebenjährigen, die morgens gegen kurz vor 8 Uhr auf dem Weg zur Schule an der Haltestelle "Badener Weg" von einem fremden Paar angesprochen wurde, laufen die Ermittlungen weiter. Arnold kündigte an: "Sollten unsere Ermittlungsansätze nicht zum Erfolg führen, werden wir auch ein Phantombild veröffentlichen."

(mrö)