KFC Uerdingen weicht nach Meerbusch-Osterath aus

Fußball : KFC Uerdingen-Profis trainieren am Donnerstag in Osterath

Fußball-Drittligist KFC Uerdingen weicht für ein Training nach Osterath aus. Möglicherweise werden die Profikicker künftig häufiger zum Krähenacker kommen.

Am Donnerstag, 5. Dezember, weht ein Hauch von Profifußball durch Osterath. Um 10 Uhr werden die Drittligakicker des KFC Uerdingen auf der Anlage des OSV Meerbusch trainieren. Auf Grund der aktuellen Witterungsbedingungen sind die Trainingsplätze der Blau-Roten am Grotenburgstadion in Krefeld bereits seit mehr als zwei Wochen nur eingeschränkt oder gar nicht bespielbar. Aus diesem Grund waren die Uerdinger bereits für eine Weile auf die Anlage von Bezirksligist SV Vorst ausgewichen. Nun ziehen die Uerdinger weiter nach Osterath.

„Wir freuen uns sehr, dass sie unser Angebot angenommen haben. Die Einheit ist öffentlich, so dass alle Fußballinteressierte eingeladen sind, zuzuschauen“, sagt OSV-Vorsitzender Dennis Klein. Er selbst hat das Ganze möglich gemacht. Wie viele andere Mitglieder ist der 38-Jährige bekennender KFC-Fan. Als er von der Problematik seines Lieblingsklubs erfuhr, suchte er das Gespräch mit Verantwortlichen der Stadt Meerbusch, denn die Anlage an Krähenacker ist in städtischer Hand. Klein musste Überzeugungsarbeit leisten, schließlich wird der Rasenplatz unter dem Training der Profikicker leiden. Doch er ließ nicht locker, „und letztlich hat sich die Stadt sehr kooperativ gezeigt“, sagt der OSV-Vorsitzende.

Die Einheit am Donnerstag dient den Uerdingern zur Vorbereitung auf das Drittliga-Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen Hansa Rostock. „Wir sind dem OSV und der Stadt Meerbusch sehr dankbar, dass wir die Möglichkeit bekommen, in Osterath zu trainieren“, sagt KFC-Teamchef Stefan Reisinger. Sollten die Uerdinger zufrieden mit den Bedingungen sein, soll es kein einmaliges Gastspiel in Osterath bleiben. „Für Freitag haben sie unseren Platz ebenfalls angefragt. Wir könnten uns aber auch vorstellen, ihnen unsere Anlage in der Winterpause zweimal pro Woche zur Verfügung zu stellen“, sagt Klein. Überschneidungen mit dem Spielbetrieb des OSV Meerbusch gibt es nicht, da Trainer Daniel Steuernagel und Teamchef Reisinger ihre Schützlinge in der Regel vor- oder nachmittags auf den Platz bitten, Zudem trainieren die meisten OSV-Teams in der Winterzeit ohnehin auf dem nebenan liegenden Kunstrasenplatz. Dennoch haben die Osterather natürlich stets ein Auge darauf, dass die Rasenfläche nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird. „Unser Platzwart Frank Kollegger wird den Rasen nach jeder Einheit unter die Lupe nehmen. Sollten die Schäden zu groß werden, müssten wir das Ganze natürlich stoppen“, betont Klein.