Karneval in Meerbusch 2019: Nierster Umzug mit dem Motto "Wat ne Zirkus"

Rosenmontagsumzug: Nierster Jecken trotzen dem Sturm

Der längste Rosenmontagszug der Welt zog passend zum Motto „Wat ne Zirkus“ mit Manege und Tiergehegen durch die Ortschaft.

Bis zuletzt warteten die Organisatoren der KG Kött on Kleen mit ihrer Entscheidung, ob der Zug wie in Düsseldorf verschoben oder gar abgesagt werden müsste. Zweimal setzten sie sich morgens noch zur Besprechung zusammen. „Wir haben da natürlich eine große Verantwortung“, sagte Sprecher Daniel Pennart. Doch letztendlich entschied man sich, den Zug wie gewohnt stattfinden zu lassen. „Das sind wir den Wagenbauern schuldig“, sagte Prinz Andreas IV. in Hinblick auf die mühevolle Arbeit der Jecken in den Vormonaten.

Jecke Völkerverständigung: In diesem mobilen Tiergehege feierten sogar Leopard und Zebra miteinander, anstatt sich zu jagen. Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

So zog passend zum Motto „Wat ne Zirkus“ eine bunte Manege durch Nierst, bestehend aus aufwändigen Mottowagen mit Cowboys, Mönchen und Zebras sowie einer großen Kapelle. Besonderer Hingucker: ein riesiger Löwe, der auf einem der Gefährte thronte. Auch die Stimmung der Narren war gut: Während Andreas IV. trotz Erkältung die Zuschauer mit einem „Helau“ grüßte, schmiss das Kinderprinzenpaar Nicolas I. und Sophie I. Kamelle in die Menge. Zwar standen wegen des Wetters etwas weniger Zuschauer als in den Vorjahren an den Straßen, aber die meisten Anwohner ließen sich von Wind und Regen nicht aufhalten. Einer von ihnen war Roland van Huizen, der mittlerweile in Korschenbroich wohnt, aber an Rosenmontag immer wieder gerne in seine alte Heimat fährt. „Der Zug ist viel familiärer als in anderen Städten“, sagte er.

 Die stärksten Männer von Nierst protzten mit ihrer Muskelkraft. Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

„Es war die richtige Entscheidung, den Zug stattfinden zu lassen“, resümierte Daniel Pennart. Und am Abend wurde ohnehin im wetterfesten Festzelt weitergefeiert.

Spiderman, Hasen und Einhörner: Verkleidete Kinder waren trotz stürmischen Wetters in jecker Stimmung. Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)
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