Meerbusch: Kabarett sorgt für humorigen Herbst

Meerbusch : Kabarett sorgt für humorigen Herbst

Das Programm sei "kess, krass, frech, politisch und natürlich auch lustig" heißt es aus der Stadtverwaltung über die Meerbuscher Kabarett-Tage. Abos sind ab sofort erhältlich.

Bert Müllejans von der KulturVerwaltung der Stadt Meerbusch fiebert dem Herbst entgegen. Zumindest gedanklich, denn "Mr. Kabarett" des Rathauses hat den Vorverkauf für die Herbst-Winter-Serie der Meerbuscher Kleinkunst- und Kabarett-Tage gestartet. Das Programm steht seit Monaten: Kess, krass, frech, politisch und natürlich auch lustig soll es wieder zugehen auf der Bühne des Forums Wasserturm an der Rheinstraße in Lank-Latum. Martin Zingsheim, Henning Venske, Robert Gries, HG. Butzko, Fatih Çevikkollu und Tobias Mann bilden diesmal das kabarettistische Sextett für das Abonnement.

Wegen der alljährlich großen Nachfrage treten alle Herren an zwei Abenden hintereinander auf, jeweils um 20 Uhr. 1988 richtete das Kulturamt der Stadt erstmals die "Meerbuscher Kleinkunst- und Kabarett-Tage" aus. Auf Anhieb wurde die Reihe zum Renner.

Fatih Çevikkollu. Foto: Singer

"Aber bitte mit ohne" heißt das Programm, mit dem Martin Zingsheim am 19. und 20. September an der Rheinstraße Station macht. Sein Hauptthema diesmal: menschliche Enthaltsamkeit in allen Facetten. Zingsheims zynische Empfehlung: "Wer was auf sich hält, sagt am besten ,nein' zu allem - zu Fleisch, Laktose, Religion und persönlichen Überzeugungen".

Routinier Henning Venske zieht am 10. und 11. Oktober zum letzten Mal Bilanz des politischen Geschehens im Lande. Nach 57 Bühnenjahren macht der Altstar Schluss. Dazu passt der Titel seiner Abschiedstournee: "Summa summarum". Präzise, scharf, gnadenlos - so sein Versprechen - nimmt er "alles, was sich öffentlich regt, kreucht und fleucht" aufs Korn.

Robert Gries. Foto: Jürgen laaser

"Hauptsache, es knallt!", meint Robert Gries aus Köln am 7. und 8. November - ganz gleich, ob in Politik, Wirtschaft oder Medien, bei Putin, Trump oder Seehofer. Entsprechend scharf wird geschossen in seinem neuen Programm. Gries ist der sympathische Durchschnittsbürger, der Kerl, den man sofort gern hat. Doch ebenso gnadenlos zieht er alles durch den Kakao - und der ist selbstverständlich nachhaltig angebaut und fair gehandelt.

HG. Butzko kennt die Bühne des Forums Wasserturm aus etlichen erfolgreichen Gastspielen. Am 21. und 22. November kommt er mit seinem neuen Programm "Echt jetzt" nach Meerbusch. Im Gepäck hat Butzko einmal mehr eine komische und bisweilen besinnliche Mischung aus schonungsloser Zeitanalyse, Infotainment, schnoddrigen Gags und Frontalunterricht.

Tobias Mann. Foto: Thomas Klose

In die "schöne neue Welt der alternativen Fakten" entführt Fatih Çevikkollu sein Publikum am 12. und 13. Dezember. Sein neues Solo-Programm "FatihMorgana" widmet er dem Schein und dem Sein.

HG. Butzko. Foto: Ekkehard Malz

Zum Schluss, am 21. und 22. Dezember gibt's nochmal richtig "Chaos" im Wasserturm. So nämlich heißt das Programm von Stand-Up-Kabarettist Tobias Mann, der sich selbst als "Profi-Chaot" versteht. Mann, Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2017, beschäftigt sich mit dem Gewusel und Durcheinander menschlicher Beziehungen - denn die kühlen offenbar ab, obwohl es auf der Erde wärmer wird.

Zusätzlich zum klassischen Kabarett-Programm hat Bert Müllejans Zusatzveranstaltungen geplant. Mit dabei sind Michael Fitz ("Des bin i" am 4. Mai), Andy Ost und Stefan Danziger im nächsten Duell der "Kabarett-Bundesliga" (13. Mai) oder ein Flamenco-Abend mit dem Duo Tierra Negra (7. Dezember). Das Kabarett-Jahr endet mit Manes Meckenstocks Programm "Lott jonn oder als das Würstchen Huppsi machte" am 28. Dezember.

(RP)