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Meerbusch: K9n: Ärger programmiert

Meerbusch : K9n: Ärger programmiert

Der Plan für die K9n soll in Kürze öffentlich ausgelegt werden. Der 7,65 Mio Euro teure Bau ist Sache des Kreises. Probleme mit Anwohnern könnte es am Mönkesweg und an der Meerbuscher Straße geben. Geplanter Baustart: 2013.

Geplant wird die K9n seit 30 Jahren. Doch nun wird es langsam ernst. Die Stadt bemüht sich gerade durch ein Umlageverfahren, die noch fehlenden Grundstücke zu bekommen. Ende Januar/Anfang Februar soll der Plan öffentlich ausgelegt werden. Bürger haben dann vier Wochen lang die Möglichkeit, Einwände gegen die zwei Kilometer lange Kreisstraße zu erheben, mit denen sich anschließend die Politik beschäftigen muss.

Die 7,65 Millionen Euro teure, zweispurige Strecke (mit einseitigem Radweg) soll vor allem Strümpern einen schnelleren Anschluss an die Autobahnauffahrt Bovert der A57 (Richtung Köln oder Krefeld) ermöglichen. Davon würden besonders Anwohner des Neubaugebiets Strümper Busch profitieren.

Doch es kristallisieren sich zwei Problemzonen heraus: Zum einen soll die K9n auch an den Mönkesweg angeschlossen werden. Das würde mehr Verkehr für die Tempo-30-Zone am Meerbusch Gymnasium bedeuten. "Wir halten das für zumutbar", sagt Stadtplaner Ulrich Hüchtebrock. Doch haben die Anwohner rund um den Mönkesweg schon beim Streit um den Strümper Sportplatz bewiesen, dass sie ihre Interessen durchaus vehement vertreten können.

Schwierigkeiten könnte es auch im südlichen Abschnitt geben. Die neue Kreisstraße folgt dort (parallel zur Autobahn) ein Stück dem Ivangsweg und trifft dann auf die Meerbuscher Straße. Da wegen der Autobahn kaum Platz zur Verfügung steht, wird sie nur wenige Meter an einem ehemaligen Bauernhof vorbei führen, der heute als Gewerbeobjekt genutzt wird. Nachdem die Stadt für das Planungsrecht gesorgt und die Grundstücke in Besitz genommen hat, ist der Rhein-Kreis am Zug. Er finanziert und baut die Straße, wobei drei Viertel des Betrags als Landes-/Bundeszuschüsse eingeplant sind.

Aufwendigstes Bauwerk auf der Strecke wird eine 1,2 Millionen Euro teure Brücke über die K-Bahn-Trasse. Die Autobahn 57 wird unterquert. Die Unterführung ist bereits vorhanden, der Landesbetrieb Straßenbau wird sich die Baukosten von etwa 900 000 Euro allerdings erstatten lassen.

Auf der sicheren Seite sind die Straßenbauer offenbar beim Thema Naturschutz. Inzwischen liegt ein Umweltgutachten vor, das Auskunft über geschützte Arten gibt, die auf der künftigen Trasse leben. "Das Gutachten wird kein Hindernis sein", sagt Hüchtebrock. Bei der Stadt rechnet man nun mit einem Baubeginn im Jahr 2013.

(RP)