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Meerbusch: Jugendfahrten: SPD beantragt Zuschuss-Kompromiss

Meerbusch : Jugendfahrten: SPD beantragt Zuschuss-Kompromiss

Nachdem die Stadtverwaltung vorgeschlagen hat, dass die Jugendfreizeiten zukünftig nicht mehr generell gefördert werden sollen, spricht sich die SPD-Fraktion gegen diesen Vorschlag aus. Wie unsere Zeitung gestern berichtete, haben sich die Kirchengemeinden gegen den Vorschlag der Stadtverwaltung ausgesprochen.

Die Sozialdemokraten beantragen, auch weiterhin alle Teilnehmer - unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern - zu bezuschussen. In ihrem Antrag schlagen sie einen Kompromiss vor: Statt der bisherigen vier Euro Zuschuss pro Teilnehmer und Tag schlägt die SPD-Fraktionsvorsitzende Nicole Niederdellmann-Siemes vor, diesen Zuschuss für alle Teilnehmer um die Hälfte auf zwei Euro zu senken. Dafür sollen aber Sonderförderungen für finanziell schwache Familien gestärkt werden. "Es ist uns wichtig, dass alle Kinder an einer Ferienfreizeit teilnehmen können, die Interesse daran haben", betont die SPD-Fraktionsvorsitzende. "Die Förderung soll eine Art Taschengeld für die Ferienzeit sein. Eine Grundpauschale ist somit notwendig."

Peter Annacker, Leiter des Fachbereichs Soziale Hilfen und Jugend, hatte hingegen mitgeteilt, dass die Stadt eine generelle Pauschale abschaffen möchte. Stattdessen sollen Familien, die sich eine solche Fahrt nicht leisten können, im Einzelfall stärker gefördert werden. Anstatt von bisher fünf Euro pro Tag will Annacker den Betrag auf acht Euro erhöhen. Diese Sicht der Verwaltung wiederum kann Niederdellmann-Siemes nachvollziehen. Auch die SPD spricht sich für eine Stärkung der speziellen Sonderförderung aus, da sie mit lediglich einem Euro mehr pro Tag kaum nachgefragt worden ist. Annacker schlägt vor, die Pauschale auf acht Euro zu erhöhen. Die Sonderförderung gilt für alle Empfänger von Leistungen aus dem Jobcenter oder Sozialamt, die Kindergeldzuschlag oder Wohngeld erhalten.

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Niederdellmann-Siemes schlägt vor, sieben Euro als Sonderförderung zu zahlen. "Es ist ein Kompromiss, der dafür sorgt, dass alle weiterhin mitfahren können", sagt die Fraktionsvorsitzende. Einig sind sich die SPD und die Stadtverwaltung bei der Förderung von finanziell schwachen Familien, die eine höhere finanzielle Unterstützung benötigen. "Sie sollen auch weiterhin 75 Prozent Zuschüsse auf die Gesamtsumme erhalten", sagtNiederdellmann-Siemes.

(cboe)